Um im Ort neue Ideen zu sammeln

Kinderbuchillustratorin bekommt Stipendium: Sechs Wochen in Drögenbostel

Die Initiatoren Jürgen Meyer (l.) u. Thomas J. Hauck (.) haben die erste Drögenbosteler Stipendiatin Julia Dürr begrüßt. - Foto: Kirchfeld
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Die Initiatoren Jürgen Meyer (l.) u. Thomas J. Hauck (.) haben die erste Drögenbosteler Stipendiatin Julia Dürr begrüßt.

Drögenbostel - Von Angela Kirchfeld. „Jedes Kinder verdient es, vorgelesen zu bekommen. Ich, als frisch gebackener Opa, freue mich schon darauf, meinem Enkel gute Bilderbücher vorlesen zu dürfen!“, mit diesen Worten hieß Projektleiter Jürgen Meyer am Sonnabend im Bremers Gasthaus die Kinderbuchillustratorin Julia Dürr in Drögenbostel willkommen.

Die Berlinerin erhielt während eines Festaktes das erste Drögenbosteler Stipendium und wird für sechs Wochen in der kleinen Ortschaft leben und arbeiten, um neue Impulse und Ideen wachsen zu lassen. Aber auch ein Besuch in der Grundschule und in der Bibliothek im Haus der Bildung hat die Illustratorin eingeplant.

Meyer berichtete zuvor, wie es zum Stipendium kam. „2013 entstand in Zusammenarbeit mit Thomas J. Hauck im Rahmen des überregionalen Kunstprojektes ,Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst‘, das ,Blaue Zimmer‘. Wir sind danach ständig in Kontakt geblieben und waren uns einig, da muss noch etwas nachkommen.“ 

Das Folgeprojekt wurde nach zwei Tüten Haribo geboren. „Autoren sind so wichtig für unsere Kinder. Lesen ist wichtig. Das Interesse an Bücher wird mit den Bildern geweckt“, verdeutlichte Meyer den Grund, warum man sich für eine Illustratorin entschied. Dürr hat sich gegen 60 Bewerber durchgesetzt.

Besucherin gebührend empfangen

Die Drögenbosteler haben ihre Besucherin gebührend empfangen. Das brachte auch Dürr zum Ausdruck. „Worte sind nicht meine Sache, eher das illustrieren. Aber ich freue mich sehr, dass das Stipendium zustande kam und ich so herzlich Empfangen wurde. Ich bin weich gelandet!“ Leipzig, Münster, Berlin und Drögenbostel lauten ihre bisherigen Stationen, wie sie lachend gestand. 

Das Erste was sie über ihren neuen Ort erfuhr: „Dass es hier Riesenseepferdchen gibt!“ Ihr Atelier hat sie im Feuerwehrhaus aufgeschlagen und die Tür steht für Besucher offen. Ebenso ist auf Wunsch ein Zeichenkurs geplant „Es ist schön, wenn ich etwas zurückgeben darf!“, vermittelte Dürr. Kinderbuchautor und Filmemacher Hauck hofft auf weitere Förderer und Sponsoren, sodass das Projekt keine einmalige Aktion bleibt.

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