Schulbauernhof „ackern und rackern“ wartet auf Projektstart

In der Schwebe

Christiane Burandt-GabrielLeiterin

Riepholm – Normalerweise tummeln sich Gruppen, Schulklassen und Kindergärten, Lehrerseminare und kirchliche Freizeiten auf dem Hof Wilkens in Riepholm, um beim Schulbauernhof „ackern & rackern“ tatkräftig mitzuwirken. Zahlreiche Aktivitäten rund umd die Landwirtschaft erleben jährlich 1 500 Kinder auf eben diesem besonderen dem Schulbauernhof.

Doch was ist in diesen Tagen schon normal? „Wir hängen zurzeit in der Schwebe“, gesteht Leiterin Christiane Burandt-Gabriel. „Es ist schwer, etwas zu sagen. Die Schulen sind bis zum 20. April dicht, und Tages- und Klassenfahrten sollen bis zu den Sommerferien nicht stattfinden. Wir wissen nicht, ob wir davon auch betroffen sind. Wenn Kindergärten und Schulen nicht zu uns kommen dürfen, gilt das ebenfalls für unsere Freizeitgruppen.“ Gerade das Projekt „Landwirtschaft erleben“, das über das ganze Jahr verteilt ist, sei komplett ausgebucht gewesen.

„Es wäre diese Woche gestartet. Die Kinder lernen dabei den Bauernhof kennen und bekommen Kartoffeln zum Vorkeimen mit nach Hause, die sie dann nach den Osterferien ausgepflanzt hätten. Zwischendurch kommen sie zur Pflege der Pflanzen und dann noch mal im September zur Ernte.“

Seit 23 Jahren betreibt Christiane Burandt-Gabriel den Schulbauernhof „ackern & rackern“, nun muss sie sich etwas einfallen lassen. „Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich bereite alles vor, so dass die Kartoffeln vorgekeimt sind, und wenn es dann wieder los geht, kommen die Gruppen als „Quereinsteiger“. Wir halten einfach alles aufrecht, führen Reparaturen durch, kümmern uns um das Glashaus, den Spielplatz, die Ackerfläche und das Kräuterbeet. Außerdem gibt es einiges neu zu überdenken.“

Die Tiere auf dem Hof, Schweine, Hüner, Schafe, Rinder und Bienen, versorgt wie gewohnt Landwirt Olaf Wilkens, auf dessen Hof „ackern & rackern“ untergebracht ist.

Glück im Unglück: „Der Kleintier-Stall wurde abgerissen und soll bis zum Herbst neu aufgebaut werden. So hätten wir den Besuchern eh während der Zeit keine Tiere zeigen können“, so Burandt-Gabriel. Der Schulbauernhof läuft unter dem mit EU-Geldern geförderten Projekt „Transparenz schaffen“, das für Veranstaltungen gedacht ist. „Die können zurzeit nicht stattfinden. Wir hoffen trotzdem auf Unterstützung“, sagt die landwirtschaftliche Pädagogin. Ihr ist es nach wie vor wichtig, dass Kinder lernen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Des Weiteren stehen Veranstaltungen mit Schäfern, Imkern, dem Nabu und dem Bioland-Verband auf dem Programm. Infos unter 04262 / 8260 oder per E-Mail an anmelden.ackernrackern@ewetel.net.  aki

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