Schüler fordern Dialog / Jeder kann Ideen anbringen

Schutzschirm für das Visselhöveder Klima

Stellen den Klimaschutzschirm auf (v.l:) Thalia Duszyca, Vivienne Eitzmann, Iris Weis, Harald Gabriel, Merle Vesper, Ralf Goebel, Marie Vesper und Helene Göhmann.
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Stellen den Klimaschutzschirm auf (v.l:) Thalia Duszyca, Vivienne Eitzmann, Iris Weis, Harald Gabriel, Merle Vesper, Ralf Goebel, Marie Vesper und Helene Göhmann.

Visselhövede – Viele Wünsche hängen schon dran, und es werden täglich mehr: Visselhövede hat jetzt einen Klimaschutzschirm. Der steht seit Freitag im Rathaus und jeder Bürger kann dort seine Ideen, Wünsche und Anregungen, wie von Visselhövede aus mehr für das Klima getan werden kann, anhängen und dadurch dem neuen Stadtrat gleich ein paar Aufgaben in die To-do-Liste schreiben.

Der symbolische Schirm wurde zur ebenso passenden Uhrzeit um „5 vor 12“ von Schülervertretern der zehnten Klassen der Oberschule an den Rathauschef Ralf Goebel überreicht. Denn die Jugendlichen hatten sich bereits vor und während der Podiumsdiskussion mit Kommunalpolitikern vor rund zwei Wochen viele Gedanken darüber gemacht, wie ihre Zukunft in Visselhövede, in den Deutschland und auf der Welt aussehen könnte.

Unter anderem fordern die Schüler einen „friedlichen Austausch zwischen Politikern, Landwirten, Bürgern und Klimaaktivisten, damit wir gemeinsam die Probleme angehen“, so Helene Göhmann. Denn nette Worte unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten, bewegten viel mehr „als tausend Demonstrationen“.

Eine Bürgerin befestigt ihren Klimawunsch.

Organisiert wurde die Kundgebung auf dem Marktplatz von der Initiative „Vissel for future“ (Vff), die den bundesweiten Klimastreik mal etwas anders gestalten wollte. „Das ist uns sicherlich gut gelungen, weil wir gemerkt haben, dass den Jugendlichen das Thema unter den Nägeln brennt“, so Vff-Sprecher Harald Gabriel, der bei den Heranwachsenden auch fleißig Werbung für die Gruppe machte, „weil jede Idee und jeder Wunsch, was man in der Stadt verändern kann, bei uns sehr willkommen ist“.

Bürgermeister Goebel zeigte sich „beeindruckt von der Präsenz und der Kreativität“ der Schüler bei diesem Thema: „So kommt richtig etwas in Gang, und es sind die vielen kleinen Schritte, die uns immer ein Stückchen weiter bringen.“ Klar habe auch die Stadtverwaltung und die Politik den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit in vielen Bereichen im Blick, aber „Jugendliche sehen viele Dinge naturgemäß aus einem anderen Blickwinkel“. Denn bei ihnen gehe es nicht nur um mehr Elektro-Autos, sondern sie stellten auch die Frage, wie der Strom für diese Fahrzeuge erzeugt werde. „Darum ist es richtig, dass uns Alten bei diesem Thema auf die Füße getreten wird.“

Der symbolische Schutzschirm wird zunächst im Foyer des Rathauses stehen, soll aber auch den politischen Gremien präsentiert und zum Mitmachen angeboten werden. „Danach könnte er im Jugendtreff seinen Platz finden. Aber wir werden die Wünsche sammeln und bei Gelegenheit dem neuen Stadtrat für seine Arbeit übergeben“, so Gabriel.

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