Achimerin stellt sich als Bürgermeisterkandidatin der FDP und WiV vor

Schulz schaltet in Wahlkampfmodus

Sabine Schulz wird als Bürgermeisterkandidatin vom Liberalen Henning Cordes (l.) und vom WiV-Fraktionschef Eckhard Langanke unterstützt.
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Sabine Schulz wird als Bürgermeisterkandidatin vom Liberalen Henning Cordes (l.) und vom WiV-Fraktionschef Eckhard Langanke unterstützt.

Visselhövede – Zur Vorstellung lacht sogar die Sonne vom Himmel über der Visselquelle. Diesen Ort haben sich Henning Cordes (FDP-Stadtratsmitglied) und Eckhard Langanke (Vorsitzender der WiV-Fraktion im Visselhöveder Stadtrat) ausgesucht, um Sabine Schulz jetzt auch offiziell zur Bürgermeisterkandidatin zu küren, die sowohl von dem Liberalen als auch von der Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl am 12.

September unterstützt wird. Natürlich fehlen wegen der Pandemie noch die Abstimmungen der jeweiligen Mitgliedergremien, aber „wir haben uns bereits entschieden: Das ist die richtige Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin“, sagen Cordes und Langanke übereinstimmend.

„Den Kandidaten Harald Glüsing, der von CDU, SPD und den Grünen unterstützt wird, mag ich nicht so sehr, weil ich bei den Vorstellungsrunden den Eindruck hatte, dass er sich mehr mit Formalien beschäftigen wird, als mit den Menschen unserer Stadt“, so Langanke. Das sollte in dem Amt genau anders herum sein, und sei bei Sabine Schulz der Fall.

Der Liberale Henning Cordes, der zurzeit der CDU-FDP-Gruppe im Stadtrat angehört, sieht es ähnlich: „Ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin muss für mich etwas anderes darstellen, als es der andere Kandidat während der gemeinsamen Gesprächsrunden verkörpert hat. Da halte ich Sabine Schulz gerade im Umgang mit den Bürgern als kompetenter.“

Die 57-jährige parteilose Achimerin, die als geborene Sabine Grigo, ihre Kindheit und Jugend in Visselhövede verbracht hat und „so oder so mit meinem Mann wieder an die Vissel“ ziehen wird, hatte sich im März aufgrund eines Zeitungsartikels mit der Idee befasst, Bürgermeisterin, „in meiner Lieblingsstadt zu werden, an der immer noch mein Herz hängt“. Bei folgenden Gesprächen mit Henning Cordes sei dann der Entschluss weiter gereift, sagt das frühere FDP-Mitglied.

„Ich bin mir sicher, dass ich den Aufgaben einer Bürgermeisterin gewachsen bin, schließlich habe ich auch in meiner Tätigkeit als Leiterin der Achimer Bäder viel mit Verwaltungsaufgaben und Personalmanagement zu tun“, sagt die Meisterin für Bäderbetriebe, die ebenso wie Glüsing als Einzelbewerberin antreten muss, weil sie nicht für mehrere Parteien kandidieren kann. Also sind auch für sie 120 Unterstützerunterschriften fällig, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Ihre Entscheidung, in Visselhövede zu kandidieren, werde von ihren Achimer Vorgesetzten voll unterstützt, sodass sie sich neben ihrer Vollzeitstelle, „die mich voll ausfüllt“, in den kommenden Monaten um den Wahlkampf kümmern kann. Wenn es die Pandemiebedingungen zulassen, werde sie versuchen, möglichst viele Menschen in ihrer alten Heimatstadt kennenzulernen. Das umfasse auch einen Besuch bei den anderen Fraktionen. „Da habe ich keinerlei Berührungsängste, sondern mehrere Kandidaten gehören zu solch einer Wahl selbstverständlich dazu“, betont die Mutter einer erwachsenen Tochter und zweier ebenfalls erwachsenen Stieftöchtern.

Politisch sieht sie sich als jemand, der „klare Zielvereinbarungen treffen“ will, die sowohl die Pflichtaufgaben einer Kommune als auch die freiwilligen Leistungen umfasse. „Und wir müssen zum Beispiel Konzepte in der Schublade haben, wenn uns die Corona-Auswirkungen finanziell doch stärker treffen sollten, als bisher vorhergesagt. Das werden wir wohl schon in diesem Herbst wissen, wenn die ersten Steuerschätzungen für 2022 veröffentlicht werden.“

Schulz, die zweite Vorsitzende der Visselhöveder DLRG und im Förderverein für das Rettungshundewesen aktiv ist und darum die Vissel-Stadt mehrmals in der Woche besucht, will demnächst Kontakt mit dem amtierenden Bürgermeister Ralf Goebel aufnehmen, um sich auf Stand der Verwaltungsarbeit zu bringen. „Und beim Thema Rathaus bin ich mir sicher, dass die Verwaltung aktuell problemlos läuft. Das habe ich mir bereits sagen lassen.“  jw

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