Knapp 100 Oberschüler müssen strenge Hygieneregeln einhalten / Masken von den Landfrauen

Schulstart mit Sprühflasche

Desinfektion statt Handschlag: Lehrerin Katrin Tipker war am Montag mit der Sprühflasche unterwegs. Fotos: Kirchfeld

Visselhövede – Eine surreale Stimmung lag in der Luft, als die Schüler der Visselhöveder Oberschule nach wochenlanger Corona-Pause und den bereits lange vergangenen Osterferien am Montagmorgen wieder auf dem Schulhof standen – alle vorbildlich auf Abstand. Statt eines freundlichen Händedrucks von Schulleiter Ronny Wieland gab es am Empfang einen Spritzer Desinfektionsmittel in die Hand. Rund 90 Schüler der vier Abschlussklassen des zehnten Jahrgangs sowie sechs Prüflinge des neunten Jahrgangs drücken jetzt wieder die Schulbank. Dabei wurden die Verbände der zehnten Klassen noch einmal geteilt, sodass der Unterricht versetzt stattfindet.

„Ich finde es toll, dass ihr alle versucht, den Abstand zueinander möglichst groß zu halten“, lobte Schulleiter Wieland seine Schüler zur Begrüßung und zählte die weiteren Vorsichtsmaßnahmen auf, zu denen auch Kontaktbeschränkungen in den Pausen zählen. Außerdem gibt es in der Schule nur einen Eingang und einen separaten Ausgangsbereich. „Maskenpflicht für die Schüler besteht nicht, es wird aber empfohlen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, betonte der Rektor.

„Meine größte Sorge bei diesen Schulöffnungen ist, dass die Infektionszahlen bundesweit wieder steigen und die Schulen dann eventuell wieder geschlossen werden“, fürchtete Schulbegleiterin Diana Michaelis.

Denjenigen die keine Maske hatten, wurde eine gestellt. 120 selbst genähte Mund- und Nasenmasken stellten die Landfrauen zur Verfügung. „Das nimmt einen emotionalen Druck von den Schultern“, freute sich Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy vom Präventionsrat. Er hatte bei den Landfrauen angefragt, ob sie bereit wären, für den anstehenden Schulstart die Masken zu nähen. Bereits am Freitag hatte Susanne Tamke, Vorsitzende des Landfrauenvereins Visselhövede, und Mitstreiterin Margret Puppa 120 Masken an Schulleiter Wieland übergeben. „Ich freue mich sehr, über die unaufgeforderte Hilfe und Initiative des Präventionsrates“, betonte er.

Sieben Landfrauen haben die 120 Exemplare an nur fünf Tagen genäht. Gemeinsam hatten die vier Vereine aus Rotenburg, Visselhövede, Bötersen und Hemslingen/ Söhlingen im Vorfeld die Nähaktion für Einrichtungen im pflegerischen Bereich organisiert. Die Vorsitzende Tamke betont: „Dies ist aber kein medizinischer Mundschutz, sondern handgefertigte Behelfs-Mund- und Nasenmasken!“  aki

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