Unterhaltungkosten und Pflege fressen Vereinskasse auf

Schützenhalle steht zum Verkauf

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Die Schützenhalle an der Visselhöveder Bahnhofstraße steht zum Verkauf. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Rockige Musikabende, lustige Karnevalsveranstaltungen, rauschende Feiern der Schützenkompanie und Ausstellungen aller Art: Die Visselhöveder Schützenhalle an der Bahnhofstraße war jahrzehntelang ein Domizil für verschiedene Veranstaltungen. Aber das ist lange her. Jetzt steht die rund 1 .000 Quadratmeter große Halle zum Verkauf.

Eigentümer des insgesamt rund 13. 000 Quadratmeter großen Grundstücks ist die Visselhöveder Schützenkompanie. Während einer Mitgliederversammlung haben sich die Schützen jetzt mit großer Mehrheit dazu entschlossen, das Holzgebäude zu verkaufen.

Dieses Mitgliedervotum bestätigt Vereinsvorsitzender Carsten Helmke zwar, will sich aber nicht weiter in die Karten schauen lassen, was mögliche Kaufinteressenten angeht: „Zu Details gebe ich zurzeit keinen Kommentar. Nur so viel: Die aktuell durch die Stadt geisternden Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage.“

Dass sich die Grünröcke dazu entschlossen haben, die Halle im idyllischen Schützenholz abzugeben, liegt dem Vernehmen nach darin begründet, dass die Unterhaltungskosten die nicht gerade prall gefüllte Vereinskasse Stück für Stück auffressen würden. Die Rede ist von rund 5.000 Euro, die die etwa 100 Mitglieder zählende Kompanie jährlich aufbringen muss. Hinzu kommen noch Pflegearbeiten auf dem mehr als einen Hektar großen Gelände, auf dem viele Eichen wachsen, die auch für viel Laub sorgen. „Das ist in der Tat ein Problem“, so Helmke.

Angesichts der weiterhin hohen Nachfrage nach Bauplätzen im Ortszentrum könnte das Gelände doch auch für die Stadt interessant sein? Zumal fast gegenüber an der Friedrich-Ebert-Straße gerade ein kleines Baugebiet entwickelt wird.

Ehemalige Scheune am Krähenheister

Doch Bürgermeister Ralf Goebel winkt ab: „Das steht bei uns in der Verwaltung nicht zur Debatte.“ Im Rahmen der Begutachtung der Bauplätze in der Nachbarschaft habe man sich gemeinsam mit dem Landkreis als Genehmigungsbehörde von Nutzungsänderungen auch das Schützenholz angesehen. „Für ein Baugebiet ist es nicht nur wegen der angrenzenden Bahnlinie relativ ungeeignet, sondern auch wegen der alten Eichen, die von Fachleuten als schützenswert eingestuft werden“, so der Verwaltungschef. Ob es schon interessierte Käufer für die Halle gibt, vermochte Goebel nicht zu sagen: „Uns liegen noch keine Nutzungsänderungsanträge oder ähnliches vor.“

Die Halle stand ehemals an einem Fischteich in der Nähe Krähenheister am Ortsausgang Visselhövedes in Richtung Wittorf und gehörte der Familie Winkelmann, die neben dem jetzigen Standort eine Honig- und Bonbonfabrik betrieben hatte. In den 50er Jahren verkauften Winkelmanns die Scheune an den Schützenverein, der sie am Krähenheister ab- und an der Bahnhofstraße wieder aufbaute. Aktuell sind in der Halle zehn Musikveranstaltungen jährlich zugelassen.

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