1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Visselhövede

Schrotthäuser an Visselhövedes Großer Straße verschwinden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jens Wieters

Kommentare

Alle drei Häuser werden abgerissen, übrig bleibt in dem Bereich nur die Gaststätte hinten links.
Alle drei Häuser werden abgerissen, übrig bleibt in dem Bereich nur die Gaststätte hinten links. © - Wieters

Die beiden Schrottimmobilien an der Großen Straße in Visselhövede werden abgerissen. Damit verschwindet ein Nadelöhr für Fußgänger mit Kinderwagen und Senioren mit Rollator.

Visselhövede – Schon lange nervt es vor allem Fußgänger mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollator: das Haus mit der Nummer 21 an der Großen Straße in Visselhövede. Denn eine Ecke des schrottreifen Gebäudes ragt soweit in den Verkehrsraum hinein, dass nur rund 60 Zentimeter Platz bleiben, um dieses Nadelöhr direkt an der Landesstraße zu passieren. Und dort begegnen sich nicht nur viele Autos auf der schmalen Straße, sondern auch schwere Lkw sind keine Seltenheit.

Aber jetzt hat der Bauausschuss Nägel mit Köpfen gemacht: Die Schrottimmobilien mit den Hausnummern 21 und 23, die bereits der Stadt gehören oder deren Erwerb unmittelbar bevorsteht, werden abgerissen. „Und nicht nur das: Der Eigentümer des Hauses Nummer 19 hat ebenfalls bekannt gegeben, dass er im Zuge des Abrisses der Nachbargebäude auch sein Haus abbrechen lassen will“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel den Ausschuss.

Hintergrund der bereits lange diskutierten Neugestaltung des „Schandflecks der Innenstadt“, wie der Bereich von vielen Visselhövedern genannt wird, ist auch der Ausbau der Landesstraße 171 von der Sparkassenampel bis zur Kreuzung Zollikoferstraße, Auf der Loge, Soltauer Straße, der im August unter der Regie der Verdener Landesbehörde für Straßenbau starten soll.

Der Abbruch der städtischen Häuser dort wird im Rahmen des Straßenbaus auch finanziell gefördert. „Und durch den Verkauf der Flächen zu den marktüblichen Preisen bekommen wir auch wieder Geld in die Kasse“, so Baumamtsleiter Gerd Köhnken. Ursprünglich war geplant, den Abriss zu großen Teilen aus dem Fördertopf „Perspektive Innenstadt“, der negative Corona-Folgen mindern soll, zu finanzieren. Aber die Mittel sind für eine bestimmte Zeit projektgebunden, sodass die Stadt unter Umständen die Grundstücke hätte fünf Jahre lang brach liegen lassen müssen. „Aus dem anderen Topf ist der Zuschuss zwar geringer, aber durch den Verkauf haben wir die Re-Finanzierung locker drin“, so Köhnken.

Ein Teilbereich des aktuellen Gehwegs und der Grundstücke wird die Straßenbauverwaltung des Landes übernehmen. Dort sollen breite Fuß- und Radwege und bis zu zwei Parkbuchten entstehen.

Das Nadelöhr auf dem Gehweg an der Großen Straße wird beseitigt.
Das Nadelöhr auf dem Gehweg an der Großen Straße wird beseitigt. © Wieters

Eigentlich war auch geplant, dem benachbarten Zahnarzt Frank Botzum zwei Parkplätze auf den bald frei werdenden Grundstücke zu verkaufen, weil der Stellflächen für seine Patienten benötigt. Auf Antrag von Michael Meyer (CDU) wird aber zunächst abgewartet, wie sich die Kaufinteressenten den Zuschnitt der Grundschnitt der Grundstücke vorstellen. „Dann können wir für den Zahnarzt kurzfristig nochmal neu planen“, so Meyers Vorschlag.

Marc Puschmann (SPD) würde es gerne sehen, „wenn wir vorgeben, dass die Käufer der Grundstücke sozialen dort sozialen Wohnungsbau realisieren“. Darüber wird aber der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss beschließen, der die Empfehlung des Bauausschusses abschließend behandelt.

Auch interessant

Kommentare