Verwaltung drängt auf Umbau des Sammelplatzes Nindorf

Schluss mit dem Chaos

Mit den Baumaßnahmen am Grünsammelplatz Nindorf-Paterbusch sollten auch gleich die Schilder ausgetauscht werden, denn einen Oberkreisdirektor gibt es in Rotenburg schon seit 19 Jahren nicht mehr.
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Mit den Baumaßnahmen am Grünsammelplatz Nindorf-Paterbusch sollten auch gleich die Schilder ausgetauscht werden, denn einen Oberkreisdirektor gibt es in Rotenburg schon seit 19 Jahren nicht mehr.

Visselhövede – Die besonders im Herbst bei der Anlieferung von Laub oftmals chaotischen Verhältnisse auf dem Visselhöveder Grünsammelplatz in Nindorf-Paterbusch sollen schnellstmöglich der Vergangenheit angehören. Das wurde während der vergangen Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Grünanlagen, Umwelt und Energie deutlich. „Wir hoffen, dass wir kurzfristig die Zusage über die Verkehrsführung von der Straßenbaubehörde aus Verden bekommen“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel den Ausschuss.

Denn vor einigen Wochen musste sogar die Polizei einschreiten, weil die Landestraße 171 zwischen Visselhövede und Jeddingen total dicht war. Corona-bedingt durften hur eine bestimmte Anzahl von Anlieferern auf den eigentlichen Sammelplatz, die Zufahrt war schon rappelvoll, sodass viele Visselhövede mit ihren Autos, oft mit Anhängern dran, auf der Landstraße warteten. Ein ähnliches Bild aus Richtung Jeddingen. So waren waghalsige Überholmanöver zu beobachten, denn die Autofahrer, die mit dem Sammelplatz nichts am Hut hatten, wollten natürlich nicht eine gute halbe Stunde Wartezeit in Kauf nehmen.

„Es stellt sich überhaupt die Frage, ob wir für die Umgestaltung so viel Geld in die Hand nehmen müssen, schließlich ist die Müll- und Grünschnittentsorgung doch Sache des Landkreises“, stießen Hermann Bergmann (SPD) während der Haushaltsberatungen die eingeplanten 270 000 Euro für die Erweiterung des Nindorfer Platzes doch ein wenig sauer auf: „Auch wenn es Zuwendungen in Höhe von 200 000 Euro gibt, bleiben doch viele Kosten an uns hängen“, so Bergmann.

Bürgermeister Goebel warnte jedoch davor, an den bestehenden Absprachen mit dem Landkreis zu rütteln: „Die Bürgermeister im Landkreis haben sich darauf verständigt, dass die Entsorgung von Grünschnitt grundsätzlich in jeder Kommune nach einheitlichen Standards möglich sein soll, unter anderem auch aus dem Grund, um weite Fahrten auszuschließen.“ Außerdem würde sich dann die Entsorgung auf einige wenige Standorte konzentrieren. „Wir sind mit unseren Umgestaltungsplänen landkreisweit unter den ersten drei Kommunen, wo ebenfalls Umbaumaßnahmen anstehen. Darum hoffen wir, dass wir 2021 beginnen können“, so Goebel.

Geplant ist eine Zufahrt zum Grünsammelplatz von der Landesstraße aus, die aus zwei Fahrspuren besteht. So passen doppelt so viele Autos auf dem rund 80 Meter langen Weg, Die sollen sich bei der direkten Zufahrt auf den Platz nach dem Reißverschlussverfahren einfädeln.

Auch Heiner Gerken (Grüne) hofft, dass sich „endlich etwas tut auf dem Sammelplatz, denn überall in der Feldmark würden sich die „illegalen Laubdeponien häufen“. Außerdem sollte bei den Mitbürgen grundsätzlich ein Umdenken einkehren, denn „ein Laubhaufen auf dem Grundstück ist guter Kompost und bietet kleineren Tieren Unterschlupf.“  jw

Regelmäßig gibt es im Herbst Staus an der Sammelstelle. Das soll 2021 vorbei sein.

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