Ausschuss bringt Hausordnung für das neue Dorfzimmer Drögenbostel auf den Weg

Um 22 Uhr ist Schluss

Es sieht zwar aus wie immer, aber eine Hausordnung für den Dorftreff gibt es schon. Private Feuern sind dann verboten. - Foto: jw

Drögenbostel - Noch wurde keine Maurerkelle geschwungen und kein Balken auf den anderen gelegt, aber eine Nutzungsordnung für den neuen Dorftreff der 110 Drögenbosteler Einwohner gibt es bereits.

Die wurde nämlich im Stadtenwicklungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss auf den Weg gebracht und muss Mitte Juni vom Stadtrat verabschiedet werden. Im Mittelpunkt der zweiseitigen Hausordnung steht vor allem die Eingrenzung der künftigen Nutzer. Das sogenannte Dorfzimmer mit dem überdachten Freibereich im ehemaligen Feuerwehrgebäude darf nämlich nicht, wie in anderen Dorfgemeinschaftshäusern üblich, für größere Veranstaltungen oder Feiern auch privater Natur genutzt werden. Vielmehr ist vorgesehen, Treffen verschiedener Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen – wie zum Beispiel Kaffeenachmittage für Senioren, Sprechstunden der Ortsvorsteherin und Kindernachmittage. Aber auch als Wahlraum soll das künftige Dorfzimmer dienen. Das Hausrecht bleibt bei der Stadt Visselhövede. Und: „Die Benutzung des Dorfzimmers und des überdachten Freibereichs sowie der übrigen Anlage hat aus Rücksichtnahme gegenüber der Nachbarschaft um 22 Uhr zu enden“, heißt es in der Ordnung.

Im Vorfeld hatten einige Anlieger befürchtet, dass dort regelmäßig Partys bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden könnten. „Das ist durch die Nutzerordnung ausgeschlossen“, so Bauamtsleiter Gerd Köhnken, der erläuterte, dass der Landkreis als Genehmigungsbehörde sehr viel Wert darauf gelegt habe, dass die Nachbarschaft in die Planungen einbezogen würde. „Dass wir jetzt schon eine Hausordnung haben, obwohl der Dorftreff noch gar nicht fertig ist, ist schon ungewöhnlich, zeigt aber, dass die Kreisverwaltung vor der Erteilung der Baugenehmigung geordnete Verhältnisse haben möchte“, so Köhnken.

Momentan werden zwei Drittel des Gebäudes von der Feuerwehr zum Abstellen von Gerätschaften genutzt, der hintere Teil steht seit Jahren leer. Im Rahmen der Verbunddorferneuerung Rosebruch wird das Gebäude wahrscheinlich noch im Herbst umgebaut. Dann wird es im hinteren Teil des Hauses das Dorfzimmer geben, das knapp 18 Quadratmeter groß ist. Weiterhin entsteht ein überdachter Freibereich und auch Sanitärräume werden eingerichtet. - jw

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