Visselhöveder Rettungswache beschäftigt Gericht / Gütetermin im Juli

Schimmel im Neubau

Bis das Gericht entscheidet, bleibt die Rettungswache weiter leer.  
Foto: Kirchfeld
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Bis das Gericht entscheidet, bleibt die Rettungswache weiter leer. Foto: Kirchfeld
  • Ann-Christin Beims
    vonAnn-Christin Beims
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Visselhövede – „Wird da noch was gerettet?“ Es schien eine berechtigte Frage, die in der jüngsten Sitzung des Visselhöveder Bauausschusses während der Einwohnerfragestunde von einem Bürger geäußert wurde. Anlass der Frage ist das Gebäude der Rettungswache an der Nindorfer Straße, das seit Jahren nicht mehr genutzt wird. Allerdings ist die Stadt dafür nicht verantwortlich, federführend ist der Landkreis. Und der weiß selber noch nichts Genaues, wie Sprecherin Christine Huchzermeier auf Nachfrage mitteilt – denn ein Gerichtsverfahren dazu dauert noch an.

Fakt ist: Das vier Jahre zuvor in Betrieb genommene Gebäude steht seit März 2016 leer. Der Rettungstransportwagen (RTW) nebst Rettungswache musste umziehen, hat seine neue Heimat in Räumen in der ehemaligen Kaserne an der Celler Straße gefunden. Der Betrieb an der Nindorfer Straße konnte nicht weiterlaufen, weil Baumängel festgestellt worden waren – Schimmelbefall. Nicht ganz klar ist seitdem, wie das danach angelaufene Gerichtsverfahren ausgehen wird. „Um zu klären, wer für den Schaden aufkommt, wurde zunächst ein selbstständiges Beweisverfahren geführt. Dies war zwar ein gerichtliches Verfahren, jedoch wurde in diesem nicht über Zahlungsansprüche entschieden, sondern nur der Zustand der Sache festgestellt“, erläutert Huchzermeier. Dabei habe sich ein Gutachter den Schaden angesehen, daran anschließend hatten das beteiligte Architekturbüro und Handwerker Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen und Einspruch einzulegen.

Noch heißt es abwarten, wie mit der Rettungswache weiter verfahren wird. „Das sollte alles nur kurzfristig sein, denn die Kostenfrage stand im Raum“, so Huchzermeier. Aber sie gibt zu: Das Verfahren „hat ewig gedauert“. Jetzt könnte es allerdings zu einem Ende komme: Das Thema liegt zurzeit beim Landgericht in Stade, der erste Termin der Güteverhandlung ist am Mittwoch, 15. Juli. „Ziel ist es, die Rettungswache zu sanieren, eine langfristige Nutzung in den Räumen der ehemaligen Kaserne ist nicht vorgesehen“, so Huchzermeier mit Blick auf die Mietkosten.

Im August 2012 war die Rettungswache an der Nindorfer Straße ihrer Bestimmung übergeben worden, nachdem die Sanitäter im ehemaligen Bahnhof ihre Sachen gepackt hatten. Der Standort war nicht mehr geeignet, lag von bestimmten Bereichen zu weit entfernt – ein RTW sollte im Landkreis Rotenburg innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein – denn im Ernstfall geht es um Minuten. Das war am Bahnhof nicht gegeben – etwa 250 Meter Luftlinie weiter an der Nindorfer Straße hingegen schon, wie Mathias Haase, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf Nachfrage erklärt. Er wisse aber nicht, ob es zurzeit von der Kaserne aus möglich sei, die Zeitvorgaben einzuhalten, der Standort habe sicher Vor- und Nachteile. So ist der RTW bei Bedarf schnell im Altenheim an der Mühlenstraße, braucht aber ein wenig länger bis zum Altenheim an der Rotenburger Straße, beides Orte, wo die Rettungswagen öfter gebraucht werden. „Ich habe allerdings auch noch nicht gehört, dass der Rettungswagen zu spät kommt“, merkt er dazu an. Von Landkreisseite aus heißt es dazu: „Zur aktuellen Situation ist zu sagen, dass die Eintreffzeit im gesamten Landkreis eingehalten wird.“

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