„Schiller“ veröffentlicht Orchester-Arrangements und Reiseerinnerungen

„Schiller“ aus Visselhövede: Neues Album ab Freitag

Christopher von Deylen vor einer Wand aus Laub.
+
Christopher von Deylen bringt am Freitag mit „Epic“ ein neues Album heraus. Einen dazugehörigen Bildband gibt es seit vergangener Woche.

Christopher von Deylen, vielen eher als Mastermind hinter dem Musikprojekt „Schiller“ bekannt, bringt am Freitag ein neues Album heraus. Passend dazu ist bereits vergangene Woche ein Bildband erschienen. Er geht damit wieder einmal für ihn neue Wege.

Visselhövede – Gleich zwei Veröffentlichungen bringt der gebürtige Visselhöveder Christopher von Deylen alias „Schiller“ in diesem Monat heraus. Neben seinem neuen Album, „Epic“, das am Freitag erscheint, ist seit vergangener Woche auch ein Bildband mit Reiseerinnerungen erhältlich.

Christopher von Deylen liebt die Herausforderung, sich auf unerforschtes Terrain zu begeben. Ob nun im Rahmen seiner monatelangen Weltreisen, die den 51-jährigen Künstler regelmäßig in die entlegensten Winkel der Erde führen, oder innerhalb seiner Musik, die zumeist von seinen Erfahrungen und Erlebnissen inspiriert wird. Diesbezüglich hat der Musiker mit seinem Projekt „Schiller“ gerade wieder neue Pfade erkundet, um außerhalb seiner bisherigen Fußstapfen mit der Neuerscheinung „Epic“ den Schritt zu einem neuen audiovisuellen Sound zu wagen. Dieser findet Wege, Elektropop und Filmmusik zu einem harmonischen Breitwandepos zu verbinden, anstatt sie aneinander vorbeilaufen zu lassen. Dafür kombinierte von Deylen atmosphärische, elektronische Klangwolken mit eigens komponierten Orchesterarrangements zu einem großen Kopfkino-Soundtrack.

Eingespielt wurde das Werk mit 40 Orchester-Musikern in den renommierten Wiener Synchron Stage Studios, wo bereits andere Größen wie Hans Zimmer und Herbert von Karajan aufgenommen haben. Die Studioaufnahmen waren sehr aufwendig und keinesfalls mit den Arbeiten für „Summer in Berlin“ zu vergleichen. Das im Februar veröffentlichte Vorgängeralbum hatte von Deylen in Berlin in seinem eigenen Studio finalisieren können. Nunmehr war er dezidiert auf die Studio-Logistik in Wien angewiesen, um all die verschiedenartigen Musiker so zusammenzubekommen, wie er es sich gewünscht hatte. „Das Orchester ist kein festes Ensemble, sondern ein Pool von 300 Musikern, die jeweils ihre musikalischen Spezialgebiete haben“, berichtet von Deylen im Gespräch. „Gemeinsam mit dem Kontraktor (vom lateinischen contrahere = zusammenziehen; Anm. d. Red) haben wir im Studio jeweils die passende Besetzung für die verschiedenen Musikstücke zusammengesetzt. Dafür gab es zwei längere Studio-Sessions im Juni und im Juli. Diese Sessions waren teilweise unterschiedlich besetzt. Je nachdem, in welcher Lage die Hörner geschrieben waren, oder ob die Violinen-Gruppe eher rhythmisch oder elegisch klingen sollte, konnte man so die dafür perfekte Besetzung individuell zusammenstellen.“

Zur Person 

Christopher von Deylen alias „Schiller“, ist in Visselhövede aufgewachsen. Der heute 51 Jahre alte Musiker machte sein Abitur in Rotenburg. 1998 rief er sein nach dem Dichter Friedrich Schiller benanntes Musikprojekt ins Leben. Seit 2003 ist von Deylen allein verantwortlich, wenngleich er als zeitlich begrenzte musikalische Liaisons gern mit anderen Künstlern zusammenarbeitet – im Falle vom neuen Album „Epic“ sind das 40 Musiker vom sinfonischen Orchester, mit dem er in den berühmten Synchron Stage Studios in Wien kooperierte.

„Epic“ ist das zwölfte Schiller-Studioalbum. Die letzten fünf Veröffentlichungen seit 2012 schafften allesamt Platz eins in den Charts, dazu kommen noch Nummer-Eins-Platzierungen mit „Sehnsucht“ (2008) und „Weltreise“ (2001); „Atemlos“ erreichte 2010 Platz zwei. Nicht zu vergessen ist dabei obendrein die Nummer-Eins-Platzierung des von-Deylen-Soloalbums „Colors“ im Herbst 2020. Schiller ist bislang das einzige Projekt aus dem Bereich der elektronischen Musik, das eine derartige Anzahl von Spitzenplatzierungen erringen konnte. Mehr Informationen online.

Dadurch, führt von Deylen weiter aus, konnte die Essenz definiert beziehungsweise konnten die passenden Vorschläge erarbeitet werden. Allerdings sei die Auswahl kein Instrumenten-Casting im klassischen Sinn gewesen: „Der Grund, warum ich die Aufnahmen in den Synchron Stage Studios gemacht habe, war ja der, dass man sich dort auf Filmmusiken konzentriert hat.“ Die für „Epic“ definierten Bedürfnisse waren vom Grundsatz anders gewesen als Vorgaben, wie sie bei der „normalen“ Klassik erwünscht sind.

Im Gesamtergebnis ist dabei ein ureigener Kosmos an orchestralen Klangwolken mit selbstkomponierten Arrangements herausgekommen, der Schillers große Liebe für Filme und Filmmusik widerspiegelt. Einen dazugehörigen Film gibt es allerdings nicht.

Dafür jedoch so etwas wie Standfotos zu einem virtuellen Film. Diese Fotografien finden sich in Christopher von Deylens Bildband „Momente“, der – wie bei filmischen Szenenfotos subjektiv ebenfalls üblich – genau eine Woche vor „Epic“ veröffentlicht wurde. Dadurch sind Parallelwerke entstanden, die zu einem Film passen, der sich beim Hören beziehungsweise Sehen jeweils im Kopf der Konsumenten abspielen könnte. Individuelle Kulturerlebnisse für jedermann – sozusagen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Zwei Schwerverletzte bei Transporter-Unfall im Landkreis Rotenburg

Zwei Schwerverletzte bei Transporter-Unfall im Landkreis Rotenburg

Zwei Schwerverletzte bei Transporter-Unfall im Landkreis Rotenburg
Lasse Rebbin rückt in Juso-Bundesvorstand auf

Lasse Rebbin rückt in Juso-Bundesvorstand auf

Lasse Rebbin rückt in Juso-Bundesvorstand auf
Winterdienst mit Plan B

Winterdienst mit Plan B

Winterdienst mit Plan B
Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Kommentare