Schiene Nord: Initiativen wollen echten Dialog / Kernforderung auf dem Weg

„Externer Gutachter nötig“

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Die Debatte über die Kosten-Nutzen-Analyse zur Y-Trasse und möglicher Alternativen wurde vom Dialogforum auf den 22. Mai vertagt.

Bothel/Hof Tadel - Mit einem Paukenschlag wurden mit großer Mehrheit gleich zu Beginn alle fachlichen Inhalte der Tagesordnung der Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am Freitag auf die nächste Sitzung am 22. Mai verschoben (wir berichteten). Zugleich wurde in der Celler Congress Union beschlossen, dass der gewünschte Dialog auf Augenhöhe nur erreicht werden kann, wenn dem rund 80-köpfigen Gremium aus Bürgerinitiativen, Kommunal- und Verbandsvertretern ein unabhängiger externer Sachverstand zugebilligt wird.

Das ist offenbar ganz im Sinne der Bürgerinitiativen Umweltschutzverband Bothel/Brockel (BBU), Bürger für eine lebenswerte Wedemark (BlW) und Bürger für Umwelt (BfU), wie aus einer Presseverlautbarung hervorgeht. Denn entgegen der von den Bürgerinitiativen entwickelten und vom Dialogforum beschlossenen Spielregeln für das Dialogforum seien wesentliche Unterlagen für den Sitzungstermin verspätet oder überhaupt nicht vorab bereitgestellt worden.

„Dabei hatten diese überaus brisante Inhalte. So war die klassische Y-Trasse aufgrund fragwürdiger Annahmen und Bewertungen unerwartet positiv eingeschätzt worden“, schreiben die Gegner der Y-Trasse.

„Wer mit solchen Tricks versucht Tatsachen zu schaffen, wird kurzerhand abgestraft“, stellen Evelyn Rathjen (BBU) und Hannes Wilkens (BfU) einmütig fest.

Und mit ihrer Meinung standen die beiden nicht alle da, denn die angesetzten Tagesordnungspunkte wurden konsequent einfach auf die nächste Sitzung vertagt, die am Freitag, 22. Mai, ebenfalls in Celle anberaumt ist.

Darüber hinaus wurde noch einer Kernforderung der Bürgerinitiativen der Weg bereitet: Nämlich die Unterstützung der Teilnehmer durch einen unabhängigen, externen Sachverständigen. „Hier ist das Land Niedersachsen jetzt gefordert, endlich die im Koalitionsvertrag der Landesregierung vereinbarte Zusage der Finanzierung einzuhalten“, fordern die Bürgerinitiativen. Nur so könne ein Dialog auf Augenhöhe erreicht werden, der letztlich erfolgreich konstruktive Vorschläge zur Lösung der Schienenverkehrsfragen in Norddeutschland unterbreitet.

„Wir werden das Dialogforum weiter konstruktiv und kritisch begleiten und die Interessen unserer Region wahrnehmen“, zeigen sich Rathjen und Wilkens entschlossen.

jw

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