Bürgerstiftung unterstützt Naschpark-Projekt

Schatzplätze im Visselhöveder Bürgerpark

Holger Hüners erläutert den richtigen Baumschnitt
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Holger Hüners erläutert den richtigen Baumschnitt

Visselhövede – Beherzt greift Holger Hüners zur Astschere und schon ist der ehemals rund drei Meter hohe Mirabellenbaum um ein Drittel gekürzt. Und auch ein paar Äste fallen den Schnitten zum Opfer. „Das muss aber sein, wenn wir demnächst einen schönen Baum mit vielen Früchten haben wollen“, erklärt der Fachmann vom Bildungsträger Deutsche Angestellten Akademie aus Rotenburg, dessen jugendliche Schützlinge mithelfen, die Visselhöveder Schatzplätze anzulegen.

„Denn genau so nennen wir die ersten vier Pflanzstationen innerhalb des Naschparks rund um die Visselseen“, erläutert Christiane Burandt-Gabriel von der Gruppe Vissel for Future (VFF), die gemeinsam mit dem Kneipp-Verein Visselhövede, einigen DAA-Lehrlingen und Mitgliedern des örtlichen Präventionsrats die ersten Sträucher und Büsche in die Erde pflanzte.

Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Pflanzen, die aber alle eines gemeinsam haben: Sie sollen von den Visselhöveder Einwohnern geerntet und gegessen werden. „Schließlich heißt der Bereich ja auch Naschpark“, so VFF-Sprecher Harald Gabriel.

Jörg Schlichting und Uwe Joost pflanzen eine Mirabelle im Bürgerpark Visselhövede

Bis es aber soweit ist, wird noch jede helfende Hand und jede Pflanzenspende, die Früchte trägt, gebraucht. „Wir haben festgestellt, dass dieses Projekt eine immer breitere Akzeptanz in der Bevölkerung findet, die das Ganze ja auch als ihren Garten betrachten können. Ich habe bereits Anfragen von Leuten, die keinen eigenen Garten haben und sich gerne um einen Schatzplatz kümmern möchten“, informiert Susanne Rohr vom Kneipp-Verein. Und genau so solle das Projekt auch zu verstehen sein, ergänzt Burandt-Gabriel. „Alle gestalten und pflegen mit und alle dürfen dann natürlich auch die Erfolge ernten.“

Viele Hände, schnelles Ende.

So wachsen jetzt Felsenbirnen, Maulbeeren, Stachel- und Himbeeren und Co. an verschiedenen Standorten rund um die idyllisch am Haus der Bildung gelegenen Visselseen. Da der Bereich auch von vielen Hundehaltern zum Gassigehen genutzt wird, haben sich die Protagonisten auch etwas zum Schutz der jungen Triebe vor allzu neugierigen Hundenasen ausgedacht: „Unsere Sozialarbeiterin Iris Weis hat bereits mit viel Engagement kleine Zäune aus Totholz errichtet, die zum einen die Beete schützen und zum anderen auch Kleingetier Unterschlupf gewährt“, lobt Burandt-Gabriel die neue städtische Mitarbeiterin.

Auszubildende der Deutschen Angestellten Akademie bei der Arbeit im Bürgerpark Visselseen.

Dass jetzt gleich ein ganzer Schwung von Pflanzen angeschafft werden konnte, verdanken die Macher unter anderem der Bürgerstiftung Visselhövede. „Für uns war das eine echte Herzensangelegenheit, dieses Vorhaben, das allen Einwohnern dient, finanzielle zu unterstützen“, sagt Jörg Schlichting in Namen der Stiftung. So sei im Kuratorium gar keine Diskussion aufgekommen, „sondern wir haben einstimmig die Hilfe auf den Weg gebracht. Diese Unterstützung sei ein Paradebeispiel dafür, wie die Bürgerstiftung arbeite – schnell, effektiv, unbürokratisch und für alle Bürger. „Gerne nehmen wir Spenden an, die wir dann der Allgemeinheit zur Verfügung stellen“, appelliert Schlichting. So sei jetzt zum Beispiel bei einer Beerdigung eine stattliche Summe zusammengekommen. „Und auch die sogenannten Sortenschweine, die in einigen Geschäften stehen und mit Kleingeld und nach Corona auch wieder mit ausländischen Währungen gefüttert werden, bringen immer einige Euros“, so Schlichting, bevor er zum Spaten greift und gemeinsam mit dem aktuellen Kneipp-Vorsitzenden Uwe Joost die größte Mirabelle am Eingang des Naschparks in die Erde setzt. „So agieren wir nicht nur für die Allgemeinheit, sondern lernen noch etwas über den richtigen Baumschnitt“, staunt Schlichting über die Ausführungen Holger Hüners, der die Wurzeln der Mirabelle stutzt.

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