Rat schafft die baurechtlichen Voraussetzungen für die zivile Nutzung der Kaserne durch „jbs“

„Wesentlicher Schritt für die Stadt“

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Der Umzug der Firma „jbs“ von Scheeßel nach Visselhövede soll so reibungslos über die Bühne gehen wie diese Fotomontage zeigt.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Es war zwar nur noch Formsache, aber auch die muss erstmal erledigt werden: Der Visselhöveder Stadtrat brachte während seiner vergangenen Sitzung die Ansiedlung der Firma „jbs“ in der Kaserne Lehnsheide durch die Änderung des Flächennutzungsplans und durch die Aufstellung des Bebauungsplans auch formalrechtlich auf den Weg – und das einstimmig.

Die entsprechenden Verträge waren ja bereits im März während einer kleinen Feierstunde im ehemaligen Offizierkasino unterschrieben worden, so dass klar war, dass sowohl das Bundesamt für Immobilienaufgaben (Bima) als (Noch)-Eigentümer der Kaserne, die Stadt und auch das noch in Scheeßel ansässige Unternehmen für landwirtschaftliche Produkte keinen Rückzieher mehr machen können.

Was noch fehlte, waren die baurechtlichen Voraussetzungen, weil Bundeswehrliegenschaften anders behandelt werden als zum Beispiel kommunale Baugebiete. Ergo mussten erst die Änderungen des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans durch.

„Mit der Verabschiedung dieser Beschlüsse haben wir einen wesentlichen Schritt für die Stadt getan, und das übereinstimmend quer durch alle Fraktionen“, wie CDU-Fraktionschef Dieter Carstens während der Ratssitzung zufrieden feststellte. Die warme Übergabe des ehemaligen Bundeswehrgeländes, das jetzt für Gewerbe und Wohnen genutzt werde, sei damit fast beendet. „Bleibt zu hoffen, dass der Landkreis, der bei einigen Anträgen zuständig ist, jetzt nicht noch quer schießt“, so der Jeddinger.

Seine Parteifreundin Astrid Kirmeß freut sich ebenfalls, dass „unsere Politik nur sehr kurze Zeit gebraucht hat, um die Konversion zu realisieren“. Die ganze Stadt profitiere von der Ansiedlung von „jbs“, nicht zuletzt auch durch den „Arbeitsplatzeffekt“. „Bleibt nur zu hoffen, dass das Unternehmen am Markt weiterhin so erfolgreich bleibt, obwohl es ja für die Landwirtschaft aktuell nicht allzu rosig aussieht“, so die Nindorferin.

Mit den Ratsbeschlüssen wurde vorerst ein Schlussstrich unter die Kasernenkonversion gezogen, die zum Ende dieses Jahres nur 36 Monate gedauert hat. 2011 wurde nämlich bekannt, dass die Kaserne Lehnsheide dichtgemacht wird. 2012 beschäftigte sich die „jbs“-Geschäftsleitung erstmalig damit, die Liegenschaft als zukünftigen Firmenstandort zu prüfen. Parallel wurden die ersten Kontakte zur Stadt aufgenommen. Ein Jahr später stimmte die Belegschaft einer Machbarkeitsprüfung zu. Ein Gutachten zur Ermittlung des Kaufpreises wurde in Auftrag gegeben und gleichzeitig die baurechtlichen Voraussetzungen für eine zivile Nutzung der Kaserne auf den Weg gebracht.

2014 wurden die Rahmenvereinbarungen als Basis für den Kaufvertrag vereinbart. Im Februar 2015 passierte der Kaufvertrag einstimmig den Stadtrat und am 11. März unterzeichneten die Bima, die Stadt und „jbs“ die entsprechenden Verträge.

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