Schadstoffmobil ist stets willkommen / Abflussreiniger sind völlig „out“

Viele Tüten voller Gift

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Sascha Adam (links) und Frank Holten können sich über mangelnde Arbeit nie beklagen.

Visselhövede - Wie jedes Kind weiß, gehören umweltgefährdende, aggressive und giftige Substanzen nicht in die Mülltonne oder in den Abfluss. Schadstoffe aus privaten Haushalten können viermal jährlich in haushaltsüblichen Mengen beim Schadstoffmobil des Landkreises abgegeben werden. Und das war jetzt wieder in der Region unterwegs und machte auch am Visselhöveder Bauhof einen Stopp.

Sascha Adam und Frank Holten vom Unternehmen Karl Meyer Umweltdienst warten wieder an der altbewährten Sammelstelle an der Gaswerkstraße auf Kunden. In humorvoller Art nehmen die beiden Fachmänner Abbeizer, Batterien, Farben, Lacke, Fotochemikalien, Holzschutzmittel, Reste von Klebern, Lösungsmittel und Pflanzenschutzmittel sowie Säuren und Laugen ab und sortieren die Schadstoffe in entsprechende Sondercontainer.

Die Container kommen nach Hamburg, wo die Wischhafener Firma ihre Niederlassung hat. Dort werden die Schadstoffe in der Verbrennungsanlage thermisch vernichtet.

„Binderfarbe hingegen nehmen wir nicht an. Die Inhaltsstoffe sind als ungefährlich eingestuft worden und können eingetrocknet über den Hausmüll entsorgt werden“, erklärt Adam. Ebenso seien bei ausgehärteten Farben die problematischen Lösemittel bereits entwichen. Auch hier könne die Entsorgung über den Hausmüll erfolgen.

Christel Beba reicht ihm eine Tüte, die unter anderem Abflussreiniger enthält. „Da entweichen zu viel giftige Gase. Das will keiner mehr im Haushalt haben“, weiß der Umweltexperte, der diese Reiniger massenweise von den Kunden erhält. „Richtig“, stimmt Beba zu, „ich greife jetzt auch viel lieber zu biologischen Mitteln.“

Hausmeister Ralf Allermann kommt mit einer ganzen Ladung Leuchtstoffröhren, die ebenfalls zum Sondermüll zählen und von den Schadstoffsammlern entgegengenommen werden.

Ebenso können kleinere elektrische Geräte abgegeben werden. Hierfür steht wiederum ein besonderer Container bereit. Aber auf dem Grünabfallsammelplatz in Nindorf-Paterbusch gibt es ebenfalls einen solchen Behälter, in dem elektrische Kleingeräte gesammelt werden.

Bai Adam und Holten ist die Abgabe kostenlos, lediglich für Altöl oder Feuerlöscher müssen die Anlieferer das Portmonee zücken.

Aber nicht nur Privatpersonen können das Schadstoffmobil nutzen, auch Gewerbebetriebe, bei denen weniger als 2000 Kilo Sonderabfälle pro Jahr anfallen. Diese Sonderabfallkleinmengen können zu den Terminen nach vorheriger Anmeldung (Telefon 04261/ 9833185) kostenpflichtig abgegeben werden.

Der nächste Termin der mobilen Schadstoffsammlung ist am 19. August von 15 bis 18 Uhr wieder beim Bauhof an der Gaswerkstraße.

aki

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