Auftritt in Visselhövede

„Sax & Schmalz“ am Boden

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Ein gelungener „Turn“-Auftritt : Jan Fritsch (l.) und Penny Penski.

Visselhövede – Die Mannen des Trios „Sax & Schmalz“ erzählten dem Publikum im Visselhöveder Heimathaus, dass ihre Musikanlage verbrannt sei, daher könnten sie auch nur live spielen. Was immer davon stimmen mag, dem Auftritt tat es nur gut.

Denn die drei Musiker stehend und musizierend zu erleben, war deutlich lebendiger und unmittelbarer, als wenn Technik sie und das Publikum getrennt hätte. Denn wie sonst hätten sie Rock‘n‘Roll-Verrenkungen vollführen sollen, die sie bis platt auf den Boden führten – die Instrumente immer noch im Anschlag? David Jehn geriet dabei sogar unter seinen Kontrabass und konnte nur mit bürgermeisterlicher Hilfe wieder auf die Beine kommen. 

Keine Frage, dass diese Einlage und weitere Ereignisse beim Publikum gezündet haben. Es war eine Kette von Einfällen, ein Feuerwerk an Ideen und ein Reigen von Gags, die vorgeführt wurden – und das alles fern von Klamauk. Geschmeichelt konnten sich die Besucher fühlen, zu hören, dass ihre Stadt als „Rio des Nordens“ gelte.

Auch David Jehn, der als „menschliches Chamäleon“ und „innerlicher Vulkan“ mit mehreren Soli am Bass zu erleben war, oder Penny Penski, die „Hitmaschine mit den goldenen Stimmbändern,“ dem die Songs nur so in die Gitarrensaiten fließen, sowohl die Musik als auch der Spaß waren von höchstem Niveau.

Dazu trug wesentlich Jan Fritsch bei, der Mann mit den Hosenträgern, dem Meister mit Saxofon und Klarinette. Er war es, der mit niveauvoller Moderation wesentlich die Stimmung des Abends prägte – und mit seinen Instrumenten den Sound von Schlager, Pop, Rock und Jazz.

Die Zuschauer mussten niemals aufgefordert werden, mitzuklatschen, mitzusingen oder mit den Beinen zu wippen – das kam alles von ganz alleine. Bei den Texten zu „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Ich will keine Schokolade, lieber eine Frau“, „Schuld war nur der Bossa-Nova“ und anderen konnte man feststellen, dass man auch in den 1950er- und 1960er-Jahren originelle Songtexte geschrieben hat – und das sogar auf Deutsch. Der Abend war ein Höhepunkt im Programm des Visselhöveder Kultur- und Heimatvereins.  

wz

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