Teich der Visselquelle wird kleiner

Kampf gegen die Algen: Sanierung mit Bordmitteln

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Die Wasserfläche soll um ein Drittel auf rund 430 Quadratmeter verkleinert werden.

Visselhövede - Von Henning Leeske. Die Stadt lässt nicht locker: Die Quelle, die Visselhövede seinen Namen gab, soll saniert werden, denn nach wie vor schwimmt ein dicker Algenteppich auf dem Gewässer direkt neben der St.-Johannis-Kirche.

Und eins ist schon mal klar: Um eine mechanische Reinigung kommen die Protagonisten nicht herum. Allerdings muss nach der angestrebten Sanierung nicht mehr ganz so viel Fläche bearbeitet werden, denn der Visselquellen-Teich soll erheblich verkleinert werden.

Über das Wie hat jetzt der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt, Energie und Grünanlagen erneut diskutiert. Demnach soll die Wasserfläche nur noch 430 Quadratmeter betragen, etwa ein Drittel weniger als aktuell.

Für die Bauarbeiten mit einem Bagger soll eine Zuwegung von der Schäferstraße aus erfolgen, wozu einige Rhododendronbüsche weichen müssen. Durch Öffnung eines Bypasses soll der Teich dann drei Wochen trocken fallen und der Schlamm mit einer Sandauffüllung ebenfalls trocken gelegt werden. Der restliche Schlamm soll dann mit dem Bagger zur Reinigung des kleineren Beckens entfernt werden. Die Sandauffüllung solle ebenfalls zur Reduzierung der Oberfläche dienen.

Nicht alle Visselhöveder gehen sorgsam mit dem Teich in der Stadtmitte um.

Die vorhandenen Findlinge werden quasi als Barriere die Sandfüllung kostengünstig sichern, damit auch ein Starkregen sie nicht wegspülen kann. Weiter werden ein neuer Sickerschacht und ein Bypass eingebaut. Da der Wasserstand gleich bleiben soll, wird auf der neugewonnenen Fläche eine Anpflanzung vorgenommen.

„Die Form des Teichs sollte noch optimiert werden, damit die Fließgeschwindigkeit erhöht wird. Da macht die genaue Gestaltung sehr viel aus“, forderte Heiner Gerken (Grüne).

„Ein kleinerer Teich erleichtert natürlich die mechanische Reinigung enorm“, erklärte Bauamtsleiter Gerd Köhnken, der auch betonte, dass die Stadt um eine regelmäßige Befreiung des Quelle von Algen und anderem Bewuchs nicht herum kommen werde. Diese Leistungen sollen nun entsprechend ausgeschrieben werden, wobei die Genehmigung der Wasserbehörde des Landkreises noch ausstehe.

Zugewuchert: Die Stadt Visselhövede plant erneut die Sanierung der Visselquelle.

Ursprünglich war geplant, dass ein EU-Programm über das Projekt Hohe Heide die Sanierung der Quelle finanziell fördert, aber das ist erst mal vom Tisch. Die schon beantragten Fördermittel wurden wegen der immensen Auflagen bei den Ausschreibungsbedingungen zurückgezogen, darum „versuchen wir quasi aus eigener Kraft, das Wahrzeichen der Stadt zu verschönern“, so Köhnken.

Für die nötigen Arbeiten im Zuge einer Ausschreibung wären nämlich nur vereinzelte Fachfirmen bundesweit verstreut in Frage gekommen. Dabei hätte der Verwaltungsaufwand die eingeplanten Fördermittel „aufgefressen“.

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