Saisonstart beim Gleitsegelclub Weser „Thermikmöwen“ 

500 Meter über dem Boden

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Während ihres Saisonauftaktes starteten die „Thermikmöwen“ unter anderem zu einem Tandemflug. 

Wittorf - Von Angela Kirchfeld. Erst einmal heißt es aufatmen beim Gleitsegelclub Weser – „Die Thermikmöwen“genannt – in Hainhorst. „Bis die Bauphase der Windanlagen beginnt, können wir auf dem Feld bleiben“, verkündet Uwe Apel, Vorsitzender des Vereins, erfreut. Und so konnten die Gleitsegler ihre Saison auf dem Flugfeld bei Wittorf einläuten.

Dort werden die Gleitschirmflieger mit einer Winde hochgezogen. Im vergangenen Jahr hatte der Verein die Kündigung der Pächter erhalten, da auf dem Gebiet Windanlagen gebaut werden sollen. Nun ist das Bauvorhaben erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die richtige Portion Wind, aber auch Können sorgen dafür, dass die Flieger möglichst lange in der Luft bleiben. „Andreas ist bereits über eine Stunde oben. Er hat die gute Thermik genutzt. Er kann es einfach“, ist sich Karin Schroeder sicher, die als eine der wenigen Frauen in der Runde sich hoch in die Lüfte wagt. Sie und Andreas Goehrt, die man von der Bühne des Theaters Metronom in Hütthof kennt, sind seit einigen Jahren mit Begeisterung bei den Gleitseglern dabei.

„Wenn man etwa 500 Meter über dem Boden ist und der Wind passt, haken wir uns aus. Entweder hat man dann Thermik oder nicht“, verdeutlicht Rolf Böttger. Er genießt einfach die herrliche Ruhe dort oben und die Landschaft. „Beim Start und der Landung muss man aufpassen. Aber dazwischen ist es einfach herrlich!“, schwört der Syker, der seit sechs Jahren diesem ausgefallenen Hobby frönt. Seit 1993 gibt es den Verein, der sich immer am ersten Mittwoch im Monat beim Stammtisch in Bremen zum Fachsimpeln und Austausch trifft.

Verpflegung immer mit dabei

„Geflogen wir an den Wochenenden, wenn das Wetter passt“, informiert Apel, der sich dann mit den anderen Piloten telefonisch abspricht. 50 aktive Piloten zählt der Verein, Tendenz steigend.

Wenn alles gut läuft, sind die Gleiter auch mal mehrere Stunden in der Luft. Etwas zum Trinken und zum Essen sowie das Handy und auch ein Rettungsschirm gehören grundsätzlich zur Ausrüstung. Aber auch für das kleine Geschäft zwischendurch ist gesorgt, verrät Böttger, der auch immer warme Kleidung und Handschuhe empfiehlt. „Oben kühlt sich die Temperatur enorm ab. Viele landen auch einfach vorzeitig, weil es ihnen zu kalt ist.“

Was viele nicht wissen, es ist die preiswerteste Luftsportart, bei der auch Tandem-Flüge möglich sind. Weitere Informationen findet man im Internet auf der Website der „Thermikmöwen“.

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