Schweres Gerät in der Gilkenheide

Rückbau der Verpressanlage

Auf dem Gelände der ehemaligen Verpressanlage sind derzeit Schwerlastkräne aktiv. - Foto: Ebeling
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Auf dem Gelände der ehemaligen Verpressanlage sind derzeit Schwerlastkräne aktiv.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Schwere Laster, große Autokräne und jede Menge Metallschrott: Zurzeit ist mächtig Betrieb auf der ehemaligen Verpressanlage für Lagerstättenwasser in der Gilkenheide bei Visselhövede.

Dort baut der Gasförderkonzern „ExxonMobil“ die technische Geräte ab, durch die jahrelang das bei der Erdgasproduktion anfallendes Wasser in die Erde verpresst wurde. Das Rohr wird unter Aufsicht der Behörden so verfüllt, wie es die geologischen Formationen erfordern. „Überwiegend wird das aber Zement sein“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack. Die Bohrung wird rund zwei Meter unter der Erdoberfläche gekappt, „sodass man oben wieder problemlos forstwirtschaftlich arbeiten kann“.

Demnächst wird auch die Betonversiegelung aufgebrochen, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Die Arbeiten werden spätestens 2019 beendet sein. Zwischendurch gebe es immer wieder Bodenproben, um eine mögliche Schadstoffbelastung auszuschließen. „Die Fläche wird unbelastet dem Eigentümer übergeben“, stellte der Sprecher klar.

Das hofft auch Umweltingenieur Bernd Ebeling, der den Gaskonzernen seit Jahren kritisch in die Bohrlöcher schaut. Er beobachtet auch jetzt den Rückbau der Anlagen und hat Rotenburgs Landrat Hermann Luttmann (CDU) und Visselhöveder Bürgermeister Ralf Goebel gebeten, den Rückbau ebenfalls kritisch zu begleiten: „Ich hoffe, dass auch außerhalb der Einzäunung ein Rückbau des belasteten Bodens stattfindet und dass im Bereich der Sickerschächte eine weitergehende Untersuchung von Boden und Grundwasser erfolgt“, schreibt Ebeling.

Goebel hat bereits geantwortet und ist der Meinung, dass „eine abschließende Beprobung des Platzes und der Leitungstrassen auf jeden Fall stattfinden und von unabhängiger Stelle durchgeführt werden sollte“. Es wäre auch wünschenswert, wenn der Landkreis zusätzlich mit seinem Fachamt eine Nachkontrolle übernehme. „Die Stadt Visselhövede verfolgt die Rückbauarbeiten mit ihren Möglichkeiten“, versichert Goebel.

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