Für viele Kinder das einzige Buch

Rotenburger Rotary Clubs unterstützen Grundschulen mit Lesestoff

Renate Purrucker (v.l., Projektleiterin Rotary Club Rotenburg Wümmeland), Catrin Puschmann (Schulleiterin Kastanienschule), Friederike Schloh (Präsidentin Rotary Club Rotenburg) und Carsten Hipp (Präsident Rotary Club Rotenburg Wümmeland) bei der Übergabe der Bücher.
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Renate Purrucker (v.l., Projektleiterin Rotary Club Rotenburg Wümmeland), Catrin Puschmann (Schulleiterin Kastanienschule), Friederike Schloh (Präsidentin Rotary Club Rotenburg) und Carsten Hipp (Präsident Rotary Club Rotenburg Wümmeland) bei der Übergabe der Bücher.

Visselhövede – „Es ist leider immer mehr so, dass die Bildung der Kinder vom Geld oder zumindest vom Bildungsgrad der Eltern abhängt.“ Catrin Puschmann, Leiterin der Visselhöveder Kastaniengrundschule, ist darum sehr froh, dass der Rotary Club Rotenburg und der Rotary Club Rotenburg Wümmeland 13 Grundschulen im Gebiet des Altkreises bei ihrer wertvollen Aufgabe der Leseförderung unter dem Motto „Lesen lernen, Leben lernen“ mit insgesamt 625 Büchern unterstützen.

„In diesem Jahr haben wir die Förderung der zweiten Jahrgänge im Blick“, so Renate Purrucker, Projektleiterin des Rotary Clubs Wümmeland, während der beispielhaften Übergabe der Bücher unter Corona-Bedingungen in der Visselhöveder Schule. Die Bücher sind für die Schule und die Kinder kostenlos und gehen in das Eigentum der Kinder über.

„Lesen ist eine Schlüsselqualifikation“

„Diese Unterstützung ist etwas ganz Besonderes für unsere Schule, weil wir hier, anders als in anderen Gemeinden des Landkreises, mehr bedürftige Schüler haben. Für viele Kinder wird dieses Buch das einzige sein, das ihnen persönlich gehört“, so Puschmann, die im schulischen Alltag oft mitbekommt, dass „in manchen Haushalten zwar Geld für eine Playstation da ist, aber kein Euro für Bücher ausgegeben wird. Dabei ist das Lesen eine absolute Schlüsselqualifikation für das weitere Leben der Kinder“. Darum sei die Hilfe der beiden Clubs wirklich sehr willkommen.

„Für uns geht es darum, dass alle Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre Lesekompetenz zu vertiefen, um später bessere Chancen in den weiterführenden Schulen und auch in der Ausbildung zu haben“, betont Purrucker.

Bei dem seit rund 15 Jahren laufenden Rotary-Projekt würden aber nicht nur die jüngeren Jahrgänge in den Grundschulen gefördert, sonder auch ältere Jugendliche. „Oft gibt es nach der Bearbeitung der Lektüre eine Präsentation durch die Schüler und Lehrer, die sicherlich auch unsere Mitglieder animiert, dieses Projekt weiterhin zu unterstützen“, informiert Purrucker.

Hilfe läuft weiter

Carsten Hipp, aktueller Präsident des Clubs Wümmeland, und Friederike Schloh, amtierende Präsidentin des Clubs Rotenburg, signalisieren währenddessen, dass die Hilfe weiter laufen werde. „Dass beide Clubs so eng kooperieren, zeigt doch wie wichtig uns dieses Angebot der Leseförderung ist“, so die beiden übereinstimmend.

Der Titel des Buches heißt übrigens „Gefahr im Sausewald“ von Kerstin Landwehr und Andrea Tandler. Es umfasst 96 Seiten, die Lehrer müssen mit ihrem Exemplar mit der Hälfte auskommen, dafür hat es aber DIN-A4-Format. „Darin geht es um die Struppse, das sind kleine zottelige Wesen aus dem Sausewald, die friedlich in ihren Baumhäusern leben. Nur die Zeterzassel und ihr Kumpan, der Grobkröt, lassen die Struppse nicht in Ruhe. Als die Zeterzassel eines Tages alle Häuser verwüstet, beschließen die Struppse, sich zu wehren“, beschreibt Purrucker die Geschichte.

Dabei seien gewisse Parallelen mit der realen Welt durchaus gewollt. „Denn die Struppse sind eine recht schräge Gemeinschaft, die erkennt, dass jeder von ihnen alleine nichts ausrichten kann, sondern am Ende nur die Gemeinsamkeit in ihrer Gesellschaft hilft, die Situation zu meistern.“ Das Lehrerbuch helfe dabei, die fantasievolle Geschichte nachhaltig und spannend aufzubereiten. Viele motivierende Aufgaben erschlössen den Text und förderten die Lesekompetenz.  

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