Ortsrats zwischen Blühstreifen und Schlaglöchern

Rote Bank für Bürgernähe

Der Ortsrat hatte die rote Bank aufgestellt und viele Bürger aus dem Dorf und der Stadt informierten sich. Foto: Leeske
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Der Ortsrat hatte die rote Bank aufgestellt und viele Bürger aus dem Dorf und der Stadt informierten sich.

Wittorf - Von Henning Leeske. Der Wittorfer Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) hat mit dem Ortsrat gleich eine neue Idee für mehr Bürgernähe umgesetzt: Mit der roten Bank stand der Rat am Samstagmorgen beim Bäcker und war so für die Einwohner beim Brötchenholen direkt ansprechbar. Außerdem verkauften die Kommunalpolitiker nebenbei noch alle vorhandenen Vorräte an Blühsamen.

„Wir haben Samen für rund 500 Quadratmeter Fläche vergeben, sagte Gerken. So haben es Bienen, Insekten und Co. in Wittorf besonders gut, weil die Einkäufer alle aus Wittorf kamen und durch die Blumensamen viele Nahrungsquellen entstehen. Die einjährige Blühsamenmischung enthält bis zu 30 Blumenarten mit einer Wuchshöhe von 30 bis 90 Zentimetern. Die Aussaat solle bis Anfang Juni erfolgen. Am beliebtesten waren bei den Wittorfern die kleinen 100 Gramm Packungen für ungefähr 15 Quadratmeter. „Wir geben Tipps zur Anwendung und sorgen natürlich auch für Nachschub“, so Gerken.

Neben dem Samenverkauf konnten sich die interessierten Wittorfer auch ein wenig erfrischen, denn es wurde der echte Heinz-Eggers-Apfelsaft kredenzt, um auf die vom Ortsrat gepflanzten Obstbäume aufmerksam zu machen. Die Früchte der 20 Apfel- und Birnenbäume können im Herbst von den Einwohnern geerntet werden, darunter die Bürgermeisterbirne und der Celler Dickstiel.

Die Einwohner hatten bei ihrem Besuch auch einige Ideen für Blühstreifen oder neue Standorte von Obstbäumen in Wittorf. Als gegen Ende der geplanten Aktion doch mal Zeit war, nutzte Gerken die Möglichkeit, mit den Kollegen anhand von vorbereiteten Landkarten der Gemeindewege weitere Standorte für Blühstreifen auszumachen, insbesondere bei Wegen, die laut Plan eigentlich viel breiter sein müssten.

Diese Detailarbeit werde das Gremium noch in Zukunft weiter beschäftigen. „Der Anfang ist aber schon mal gemacht“, so der Ortsbürgermeister.

„Außerdem haben wir jetzt von allen defekten Straßenlaternen Kenntnis, und diverse Schlaglöcher wurden uns gemeldet“, fasste Gerken weitere Informationen der Bürger zusammen. Denn einige Einwohner nutzten den Stand des Ortsrates einfach mal, um ganz unkompliziert ihre Anliegen loszuwerden. „Vielen ist der Besuch der Ortsratsitzung einfach zu offiziell “, sagte die Novizin im Ortsrat, Jessica Eggers. So gesehen sei der Schritt des Ortsrats auf die Bürger zu ein Erfolg und werde in der Zukunft sicher wiederholt werden. „Spätestens beim Kreisverbandsschützenfest werden wir auch mit unserer roten Bank wieder dabei sein“, kündigte Gerken an, weil der Ort bei diesem großen Fest geschlossen als Gastgeber auftreten wolle.

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