DWA Harley-Night in Wittorf mit mehr als 250 Besuchern / Abschiedsvorstellung für Martinez

Ring frei für Gut gegen Böse

Im Schwitzkasten: Veranstalter Christian Städter alias Crazy Johnny Tiger mit der Mexikanerin Shelley Martinez (r.) und Jayde aus dem Vereinigten Königreich. - Fotos: Woelki

Wittorf - Von Tobias Woelki. Knallend krachen die Körper auf den Ringboden. „Komm los, zeig‘s ihm!“, rufen die Fans. Einer der Kämpfer überschlägt sich und landet in der Ecke, um sofort vom Gegner mit Fäusten traktiert zu werden. Das Publikum der Deutschen Wrestling Allianz ist begeistert. Wieder einmal bot die DWA Harley-Night am Sonnabend in Wittorf ein Feuerwerk des Schaukampfs.

Veranstalter und Lokalmatador Christian Städter, der im Teamkampf als Crazy Johnny Tiger in den Ring des Dorfgemeinschaftshauses stieg, zeigte sich begeistert: „Mehr als 250 Gäste, vorwiegend aus dem Städtedreieck Hannover-Hamburg-Bremen, sind da. In diesem Jahr haben wir viele neue Kämpfer aus dem Bundesgebiet engagiert. Denn hierzulande wird Wrestling immer populärer.“

Nach 17 Jahren verabschiedete sich Shelly Martinez mit ihrem letzten Kampf von den Fans. Die attraktive Mexikanerin schaut etwas kritisch auf die internationale Entwicklung des Wrestlings. Sie habe in allen Verbänden der Welt gekämpft, sagt sie. Aber nun könne sie sich nicht mehr länger mit der Entwicklung im Wrestling identifizieren. Daher beende sie nun ihre Karriere in Wittorf. Und warum gerade in Deutschland? „Weil ich hier meine treuesten Fans habe und ich mich wie in einer großen Familie gefühlt habe.“ Als Vampir sei Martinez stets in den Ring gesteigen, „weil mich Erzählungen von Vampiren immer fasziniert haben“, schildert sie. Als Blutsaugerin rang sie am Wochenende die englische Blondine Jayde nieder und verließ den Ring als Siegerin – ein letztes Mal.

Shelley Martinez gab als Blutsaugerin ihre Abschiedsvorstellung.

Die Gäste nahmen mitunter weite Anfahrten auf sich, um das Wittorfer Wrestling-Spektakel zu verfolgen. So wie Familie Jahr aus Berlin. Vater Stefan schildert: „Wir, das sind meine Frau Yvonne und die beiden Töchter, fahren nach der Veranstaltung sofort wieder nach Hause. Seit 2010 kommen wir regelmäßig her, weil wir alle begeisterte Wrestling-Fans sind. Seit meiner Jugend interessiere ich mich für die Schaukampf-Sportart. Hier sehe ich die Stars, die ich sonst nur in Magazinen sehen würde“, schmunzelt er.

Mit viel Show und Übertreibung wurde im und auch außerhalb des Rings gekämpft.

Die Freunde Peter und Reinhard reisten aus Hannover an. „Seit Jahren fahren wir zu fast jeder Wrestling-Veranstaltung. Wir waren in Oberhausen und in Hamburg, wo es richtig zur Sache geht. Wir kommen nach Wittorf gerne, weil hier die Atmosphäre stimmt. Hier wird gute Unterhaltung geboten. Wir fühlen uns so richtig wohl“, erzählt Reinhard strahlend.

DWA Harley-Night in Wittorf

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