5 000 Quadratmeter

Hunde-Freilauffläche in Riepholm öffnet im November

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Sophia (l.) und Nicole Brünjes mit ihren Hunden Freddy und Thara bauen eine 5 000 Quadratmeter große Hundefreilauffläche bei Riepholm.

Riepholm - Von Jens Wieters. Um Hunde artgerecht zu halten, ist ausreichend Auslauf und das freie Spiel mit Artgenossen wichtig. Was aber tun während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr? Was, wenn den süßen kleinen Dackel an Omas Seite plötzlich das Jagdfieber packt? Ab November ganz einfach: Hund und Herrchen brauchen nur nach Riepholm zu fahren. Denn dort entsteht zurzeit eine Freilauffläche für Vierbeiner, die die Halter auch außerhalb der Setzzeit nicht einfach so in Feld und Flur laufen lassen können.

„Ich bin durch eine Freundin auf die Idee gekommen, diesen Platz zu bauen“, sagt Betreiberin Nicole Brünjes aus Riepholm. „Deren Husky klettert regelmäßig über die normalen Zäune und braucht unheimlich viel Auslauf.“ Und da Familie Brünjes ziemlich viel Fläche im Nirgendwo der Gilkenheide ihr eigen nennt, hatte sich diese Idee zu einem Antrag an den Landkreis gewandelt.

Und der hat jetzt mitgespielt: „Der Bau ist genehmigt, der grüne Metallzaun bestellt und Ideen sind reichlich vorhanden“, sagt Brünjes, die gut 5 000 Quadratmeter zur Verfügung stellt. Das Gelände wird mit zwei Meter hohen Doppelstabmatten eingezäunt, die auch 30 Zentimeter tief in die Erde reichen. „Eine Schleuse sorgt für das sichere Betreten des Auslaufs. Für die Hunde werden wir nach und nach Sandhügel zum Buddeln und Toben aufschütten und einen kleinen Tunnel bauen“, so Brünjes, deren Familie mit Hunden aufgewachsen ist. Auf dem Gelände will sie auch Platz lassen für die Ideen der Nutzer, denn Eigenverantwortung hat bei der Idee Priorität. „Ich möchte nämlich keinen Verein gründen, sondern nur den Hundehaltern helfen, die aus verschiedensten Gründen ihren Tieren den Auslauf nicht ermöglichen können.“

Der Freilauf ist auch gedacht für Hunde, die wegen ihres Jagdtriebs sonst nicht ohne Leine laufen können. „Ich stelle mir eine regelmäßige Nutzung durch einen festen Stamm von Hundefreunden vor, sodass auch eine Menge Vertrauen dabei ist und sich alle gegenseitig helfen.“

Begrenzung auf zunächst 15 Tiere

Geplant ist eine zunächst begrenzte Anzahl von rund 15 Tieren, damit absehbar ist, wie sich die Hunde miteinander verhalten und sich verstehen. Brünjes hat auch klare Vorstellungen von Bello und Co.: „Die Tiere müssen geimpft und gegen Parasiten behandelt sein. Das werden wir auch kontrollieren. Natürlich ist es auch wichtig, dass die Hunde von freundlichem Wesen sind. Außerdem muss ein Versicherungsschutz vorliegen.“

Da auf Brünjes eine Menge Rechnungen vor allem durch den Bau des stabilen Zauns zukommen, wird das Laufenlassen der Vierbeiner auch nicht ganz kostenfrei bleiben: „Gedacht ist eine monatliche Nutzungsgebühr von rund 30 Euro.“

Platz ohne Alternative

Nicole Brünjes glaubt, dass viele Hundehalter in der Region Visselhövede auf eine solche Freilauffläche, die übrigens über eine Nebenstraße per Auto gut zu erreichen ist, gewartet haben. „Bislang gibt es keine Alternative. Der Platz am Visselsee ist nicht ausreichend gesichert. Für viele Hunde ist es eine Leichtigkeit, den Zaun zu überwinden. Sie können mit ein paar Schritte durchs Wasser um den Begrenzungspfosten herum laufen oder einfach ans andere Ufer schwimmen. Auch ist die Fläche insbesondere für mittlere und größere Hunde eher uninteressant.“

Und die Nachbarschaft zu den Wölfen, die ja bekanntlich in der Gilkenheide beheimatet sind? „Ihre Anwesenheit macht einen Spaziergang mit Hund zurzeit nicht unbedingt zu einem erholsamen Ausflug, darum ist der Platz wichtig“, so Brünjes.

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