Gruppe „Vissel for Future“ sucht Handwerker für Repair-Café

Reparieren statt wegwerfen

Hermann Hölter und Christiane Burandt-Gabriel reparieren einen Roboter-Staubsauger. Auch das ist demnächst im Repair-Café möglich. Dafür werden noch geschickte Handwerker gesucht. Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Lieblingspuppe hat ihren Arm verloren und das Kind weint bitterlich? Plötzlich streikt der Staubsauger und bei der dicken Winterjacke klemmt auch noch der Reißverschluss? Alles keine Gründe, um gleich neue Dinge anzuschaffen – reparieren geht doch auch. Und zwar demnächst im ersten Visselhöveder Repair-Café.

„Wir haben vor, mir dem Reparatur-Café jetzt an den Start zu gehen“, sagt Elvira Schneider von der Gruppe „Vissel for Future“. Eine entsprechende Lizenz sei erworben, rechtliche und handwerkliche Voraussetzungen ebenfalls recherchiert, Bedingungen und Grenzen des Möglichen erkundet. „Vom Empfangs-Desk, über die Informations- und Rechtsbelehrung bis hin zur Abfolge der Reparaturstationen hat die sechsköpfige Organisations-Gruppe alles für einen glatten Start vorbereitet“, so Schneider.

Doch während diese Sechs erst einmal mit organisatorischen Aufgaben betraut sind, werden natürlich Leute gesucht, die handwerklich geschickt sind. „Schön wäre es, wenn wir Elektriker, Mechaniker oder Tischler in Rente finden, die Lust haben, kleine Geräte zu reparieren und den Leuten die Feinheiten näherzubringen“, sagt Hermann Hölter, Elektro-Ingenieur im Ruhestand, der ebenfalls mitmacht. Denn es werde um defekte Kleingeräte wie Radio, Toaster, Bügeleisen, Spielzeug und Holzspielzeug gehen oder um Textilschäden wie ein Loch in der Hose oder im Strumpf, für die sich eine kommerzielle Reparatur nicht lohnt.

„Die Reparaturfachleute im Repair-Café bieten ihre Hilfe kostenlos an und entscheiden eigenständig, ob sie bestimmte Gegenstände reparieren, die Reparatur begrenzen oder einstellen. Fahrräder, Mopeds, Kühlschränke und andere Großgeräte werden nicht angenommen“, stellt die Gruppe klar.

„Wichtig ist auch, dass die Leute ihre kaputten Gegenstände nicht einfach abgeben, sondern sie sollen mit den Reparateuren vor Ort in Kontakt bleiben. Mit Kaffee, Tee, Kuchen und Keksen soll die Wartezeit verkürzt werden“, sagt Elvira Schneider. Denn das Miteinander-ins-Gespräch-kommen sei ein Ziel des Repair-Cafés für ein „lebendiges und zukunftsfähiges Visselhövede“.

Erstes Treffen am 18.  März

Wer Interesse hat, als Reparateur mitzumachen, sollte sich einen ersten Termin schon mal dick im Kalender ankreuzen: Das Repair-Café Organisations-Treffen ist am Mittwoch,18. März, ab 18 Uhr im Haus der Bildung an der Emmy-Krüger-Straße 2. Wer dann keine Zeit hat, der kann sich unter der Rufnummer 01577 / 2482206 oder per Mail unter info@repaircafe-vissel.de melden. Die Gruppe von „Vissel for Future“ wird den Start des Projekts mit Besuchern dann noch bekannt geben.

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