Regional und lecker essen in Visselhövede

Gemeinsam ein Menü aus regionalen Produkten herzustellen, das ist die Idee der dritten Schnippelparty, die in Visselhövede stattfindet. Zum ersten Mal dabei sind diesmal die Visselhöveder Landfrauen.
Visselhövede – Gemeinsam kochen und genießen, das macht Spaß und wird oft genug im Freundeskreis umgesetzt. Dass es auch eine Nummer größer geht, beweisen in diesem Jahr die Mitglieder der Initiative Vissel for future, die Landfrauen Visselhövede und der Schulbauernhof ackern & rackern.
Sie alle laden für Freitag, 20. September, ab 17 Uhr, zur dritten Schnippelparty „Schnippelschnack“ in Visselhövede, ins Haus der Bildung, Emmy-Krüger-Straße 2, ein. Das Motto dabei: Iss, was um die Ecke wächst. Dieses Motto erinnert nicht von ungefähr an die Regio Challenge (www.regio-challenge.de). Diese Challenge ist eine Aktionsreihe, „die in unserer Region entstanden ist und mit verschiedenen Aktionen für regionale Lebensmittel wirbt“, so Christiane Burandt-Gabriel von der Initiative Vissel for future. Bundesweit läuft der Wettbewerb auch in diesem Jahr, und zwar der Woche vom 16. bis 22. September. In Visselhövede und Rotenburg sind diesmal – bis auf die Schnippelparty und ein Harfenkonzert – keine speziellen Aktionen geplant. „Wir haben in diesem Jahr den Schwerpunkt eher auf Kooperation gelegt, wir wollten gemeinsam etwas machen, aber eben auch mal mit anderen Akteuren“, so Burandt-Gabriel. Und so kommt es, dass sich zum Beispiel die Landfrauen aus Visselhövede zum ersten Mal an der Schnippelparty beteiligen.
Es geht um Nachhaltigkeit
„Das passt sehr gut, da wir uns in unserem Dreijahres-Thema aktuell dem Thema Nachhaltigkeit widmen“, berichtet Susanne Tamke. Gemeinsam mit Kerstin Voss stellt sie den Vorsitz der Visselhöveder Landfrauen. „Nachhaltiger als das Motto 'Iss was um die Ecke wächst' geht es doch kaum noch.“ Die nun geplante gemeinsame Aktion wolle man auf sich zukommen lassen und einfach mal schauen, was für ein Ergebnis dabei herauskomme. „Wir möchten beim gemütlichen Schnippeln und Schnacken die Vielfalt der heimischen Küche entdecken“, so Voss. „Beim Schnippelschnack bringt jeder Teilnehmer und Teilnehmerin eine Zutat mit – seien es Eier, Möhren, Pilze, Kartoffeln oder Kräuter – alles, was in der Umgebung gewachsen ist.“ In der Tat ist dies das Konzept des Abends. Gekocht wird draußen, in kleinen, bunt zusammengewürfelten Gruppen. Diese können sich zunächst einmal über die aufkommenden Rezeptideen einig werden, anschließend geht es dann ran an den Kochtopf.
Ein Hintergedanke bei der Aktion ist es, Direktvermarkter und andere Menschen aus der Region kennenzulernen. Dabei geht es den Initiatoren auch um den Klimaschutz: Lange Transportwege sollen vermieden werden. Willkommen sind Menschen aller Altersklassen, mitzubringen sind bei der Aktion, die kostenlos ist, lediglich ein Messer, ein Brettchen und mindestens ein regionales Lebensmittel.
Aktion findet zum wiederholten Male statt
In früheren Jahren wurde die Aktion bereits auf dem Schulbauernhof in Riepholm organisiert, diesmal wollen alle Beteiligten die ganze Sache noch etwas öffentlicher im Zentrum von Visselhövede organisieren. „Wir erwarten 60 bis 70 Teilnehmer, das wäre in Riepholm dann doch etwas zu eng geworden“, erklärt Burandt-Gabriel. Gewünschter Nebeneffekt: Mehr Menschen können die ganze Idee miterleben, sie wird öffentlicher.
Zwei große Pfannen werden bereitstehen und in jedem Fall wird der Abend viele überraschende Momente beinhalten. Denn im Vorfeld weiß niemand, wer was genau mitbringen wird. Es ist also auch nicht möglich, sich vorab Gedanken über die Rezepte zu machen.
„Wir müssen uns dann spontan für ein Gericht entscheiden.“ Wenn dann erst einmal alles geschnippelt, gebraten, gebacken und gekocht ist – es soll auch Mehl gemahlen und Käse hergestellt werden – wird das Überraschungsbuffet mit Vorspeise, Salat, Hauptgericht, Kinderteller und Dessert auch verspeist werden. Zum Essen gehen dann alle ins Haus der Bildung, denn dort ist ausreichend Platz, zumal es – bis das Essen fertig sein wird – wohl auch schon dunkel sein wird. Wer sich anmelden möchte, kann sich an christiane.bg@ewe.net oder tamke@landfrauen-visselhoevede.de wenden. Und auch wenn die Teilnahme an sich kostenfrei ist, sind Spenden für die Kosten sehr gerne gesehen.