Interessengemeinschaft tauscht sich mit Behördenvertretern und Politikern aus

Radweg-Planungen starten 2021

Die Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth und Eike Holsten (3.v.r.) begleiten die Gespräche für einen Radweg zwischen Jeddingen und Brunsbrock schon lange. 2018 war das erste Fachgespräch mit Vertretern der IG pro Radweg, darunter der Jeddinger Lars Dammann (Mitte), im Landtag.
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Die Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth und Eike Holsten (3.v.r.) begleiten die Gespräche für einen Radweg zwischen Jeddingen und Brunsbrock schon lange. 2018 war das erste Fachgespräch mit Vertretern der IG pro Radweg, darunter der Jeddinger Lars Dammann (Mitte), im Landtag.

Jeddingen – Der Lückenschluss des Radweges entlang der L171 ist ein lang gehegter Wunsch der Radfahrer aus der Region. Nun gab es ein weiteres Fachgespräch durch Vermittlung der beiden Landtagsabgeordneten Eike Holsten (CDU) und Dörte Liebetruth (SPD) mit hochrangigen Vertretern der Straßenbaubehörde. Denn bislang entpuppten sich die Planungen des Radewegs von Jeddingen nach Brunsbrock als Flaschenhals, weil das Fachpersonal in der Landesbehörde zu knapp sei. Die Finanzierung des Baus gilt über ein Programm des Landes Niedersachsen als schon als gesichert.

„Gemeinsam wurde für den Radweglückenschluss, der an Priorität drei des Landesradwegekonzepts in der Region steht, ein Planungsbeginn bis zum Ende des 1. Halbjahres 2021 angepeilt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Behörde und der Landespolitiker. Vertreter der Interessengemeinschaft (IG) Pro Radweg Jeddingen–Kirchlinteln nutzten die Gelegenheit, sich im Rahmen einer Videokonferenz mit den beiden Landtagsabgeordneten, Vertretern des zuständigen Wirtschaftsministeriums, Eric Oehlmann, Präsident der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, und Sönke Zulauf, stellvertretender Leiter des regionalen Geschäftsbereichs Verden, auszutauschen.

Auf Nachfrage der Abgeordneten sagten Eric Oehlmann und Sönke Zulauf zu, dass der angedachte Planungsbeginn unabhängig vom weiteren Planungsverlauf der an erster und zweiter Stelle der Prioritätenliste stehenden Radwege gelte. Lediglich ein dramatischer Verlust an Fachkräften am Behörden-Standort Verden, der weit über die Wechsel zur neuen Bundesautobahngesellschaft hinausgeht, könne diesem Zeitplan noch einen Strich durch die Rechnung machen, so Oehlmann. „Die Abgeordneten Liebetruth und Holsten begrüßen ausdrücklich den engen Austausch zwischen Behörde, Bürgerinitiative und Politik und sichern zu, den Prozess auch weiterhin sehr eng zu begleiten“, schließt die Mitteilung vom Straßenbauamt und den Landespolitikern.

Als Jeddinger Vertreter und Mitglied im Ortsrat bewertete Lars Dammann (Grüne) das Gespräch insofern als positiv, da die Onlinekonferenz eine Frist für den Planungsstart ergeben hätte. „Es war ein interessanter Austausch mit hochkarätiger Besetzung, der aufgrund des vorhergehenden Druckes jetzt einen Start-Termin für die Planung hervorgebracht hat. Ohne die Landtagsabgeordneten und unsere Aktionen hätte es diesen Termin aber nicht gegeben“, meinte Dammann. Er ist überzeugt, dass das starke Engagement von Holsten und Liebetruth sowie die große Öffentlichkeit, die die IG erzeugt habe, erst zu diesem Ergebnis geführt habe.

Außerdem habe Präsident Oehlmann die frühzeitige Einbindung der IG Pro Radweg in den Planungsstart angeboten. „Dies wurde von mir im Namen der IG zugesagt“, so Dammann. Samuel Kruse von der IG habe vorab die Betroffenheit der Bevölkerung anhand von drei Kernforderungen dargestellt, was vom Präsidenten Oehlmann anerkannt worden sei. Eine mögliche Planungsbeschleunigung wäre für Kruse daraus aber nicht ersichtlich gewesen.

Der Kirchlintler Ratsherr Frank-Peter Seemann (Grüne) habe wieder das Thema der neuen Rangfolge der Radwegeplanung und Einflüsse der Auslagerung von Planern in die neue Bundesbehörde angesprochen. Denn in die Behörde strukturiert sich derzeit am Verdener Standort um. Sie wird geteilt in die Zuständigkeiten Bundesautobahnen und -straßen. Dadurch könnten sich Personalengpässe ergeben. Einflüsse auf die Radwegeplanung an der L171 sehe Oehlmann dadurch aber nicht. „Nun sind wir gespannt, wie lange die Realisierung bis zum Endstadium des Fahrradwegebaus noch dauert. Aber zumindest: Es wird begonnen! Wir als IG bleiben dran“, kündigte Schafwinkels Ortsvorsteherin Ingrid Müller (CDU) an. „Mit dem Angebot der Einbindung in die Planung haben wir zumindest erreicht, zukünftig nah am Planungsstatus zu sein und den Druck hochzuhalten“, zog Dammann ein Fazit.  lee

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