Strecke von Lüdingen nach Kirchwalsede

Radweg: Ortsrat Wittorf will Kompromiss

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Hier soll ein Radweg gebaut werden.

Wittorf - Von Tobias Woelki. Seit Jahrzehnten wünscht sich der Ortsrat Wittorf einen Radweg von Wittorf nach Kirchwalsede. Und jetzt, wo das Ziel so nahe ist, steht das Projekt wieder infrage, zumal der Visselhöveder Stadtrat sich damals eine Option einbauen ließ, bei einer Kostensteigerung erneut über das Projekt zu beraten. Die Wittorfer wollen jetzt einen Kompromiss.

Nach Jahren hat die Stadt zwar das Projekt des Radwegebaus in ihren Haushalt eingestellt, aber die Kosten sind aus dem Ruder gelaufen. Jetzt beraten die politischen Gremien der Stadt erneut über das Projekt.

Projekt wegen Kostenexplosion abgelehnt

Während seiner Sitzung am Montagabend positionierte sich der Ortsrat Wittorf und schlug einen Kompromiss mit einer Minimallösung vor, „weil das gesamte Projekt wegen des Kostenanstiegs im Stadtrat politisch nicht realisierbar ist“, berichtete Ortsbürgermeister Willi Bargfrede (CDU). „Unser Ortsrat hat einen Vorschlag erarbeitet. Danach wollen wir den Radweg von der Kirchwalseder Gemarkungsgrenze durch die Ortschaft Lüdingen bis zum Lüdinger Ortsschild in Richtung Wittorf bauen“, betonte Bargfrede. Wenn dieser Abschnitt nicht gebaut werde, bekomme die Gemeinde Kirchwalsede für ihren Radwegabschnitt bis zur Gemarkungsgrenze auch keine Zuschüsse. „Dann wird der Radweg überhaupt nicht gebaut, und Kirchwalsede will die Verbindung bereits seit Jahren.“ Der Bürgermeister wischte auch die bereits landläufig vorhandene Bezeichnung „Wittorfer Radweg“ vom Tisch: „Das ist kein Wittorfer Radweg, sondern ein Radweg, der die Stadt Visselhövede mit der benachbarten Kommune Kirchwalsede verbindet und auch eine überregionale Bedeutung hat. Und mit unserem Nachbarn Kirchwalsede haben wir ein gutes Verhältnis.“

Wie sich der letztlich entscheidende Stadtrat positioniert, bleibt wegen der neuesten Kostenschätzungen unklar. Die SPD im Stadtrat lehne laut Bargfrede das Projekt aufgrund der Kostenexplosion bereits ab. „Das hat uns Fraktionschefin Dagmar Kühnast mitgeteilt.“

Ortsrat legt Kompromiss vor

Der zunächst veranschlagte städtische Anteil von 144.000 Euro für das gesamte Projekt von Kirchwalsede bis Wittorf sei um rund 52 Prozent auf 219.000 Euro hochgeschnellt. Damit habe so manches Stadtratsmitglied seine Bauchschmerzen, so Bargfrede. „Bereits jetzt ist absehbar, dass manche Ratskollegen den Weg nicht mehr mitgehen wollen.“ Um aber das Projekt doch noch irgendwie zu retten, hat der Ortsrat einen Kompromiss vorgelegt, den alle Ortsratsmitglieder mittragen. „Für den Bau von der Gemarkungsgrenze Kirchwalsede durch Lüdingen bis zum Ortsschild müsste die Stadt 94.000 Euro zahlen. Im Haushalt haben wir mehr als 100.000 Euro für den Radweg drin. Damit könnten wir den ersten Abschnitt bauen“, betonte Bargfrede.

Und was passiert mit dem Lückenschluss nach Wittorf? „Wir hoffen, dass die Bundesregierung in den kommenden Jahren ein Programm auflegt und wir mit Fördermitteln den zweiten Abschnitt hinbekommen“, hofft Bargfrede.

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