Bus-Schüler müssen auf den Festplatz ausweichen

Provisorium funktioniert

Die Schilder stehen zwar ein bisschen schief, aber die provisorische Schulbushaltestelle hat sich etabliert. Foto: Wieters

Visselhövede – Wer in den vergangenen Tagen auf dem ehemaligen Festplatz am Visselhöveder Majorsbruch vorbeigefahren ist, wird sich sicherlich über die neue Bushaltestelle gewundert haben, die mitten auf der Freifläche platziert ist. Dabei handelt es sich um die Ersatzhaltestelle für die Grund- und Oberschüler, da auf dem alten Standort direkt an der Kastanienschule jetzt der Primar-Campus, die Erweiterung der Schule und die neue Kita, gebaut wird.

Jeden Morgen und jeden Mittag herrscht reges Treiben auf dem Festplatz, der nach Meinung von Eltern „ziemlich dunkel ist“. Zwar sei es nach der Zeitumstellung aktuell ein wenig besser geworden, aber es käme ja noch die richtig dunkle Zeit Ende Dezember und im Januar. „Schön wäre es, wenn wir hier auch eine provisorische Lampe hinbekommen würden“, so ein Vater. Der Verteilerkasten sei ja nicht weit entfernt. Im Visselhöveder Bauamt will man diese Anregung prüfen, „obwohl direkt am Waldweg in unmittelbarer Nähe eine Straßenlampe steht“, so Karin Stegmann, die den Bau des Primar Campus leitet. „Das Licht reicht aber nicht aus“, sagt Catrin Puschmann, Leiterin der Kastanienschule.

Die muss ansonsten „wohl oder übel“ mit dem Provisorium leben. Das verlangt aber erheblichen logistischen Aufwand, denn jeden Morgen ab 7.10 Uhr und auch in der Mittagszeit und teilweise auch am Nachmittag muss sie Lehrkräfte abstellen, die das reibungslose Aussteigen der Kinder aus den Bussen und danach den rund 400 Meter langen Fußweg zur Schule begleiten. „Das klappt soweit auch ganz gut, schließlich haben wir im Vorfeld den Weg mit den Kindern geübt“, so Puschmann, die hofft, dass dieser Zustand nicht allzu lange anhält.

Aber bis zum kommenden Frühjahr werden die Busse wohl diese Haltestelle ansteuern müssen, denn im Bauamt arbeite man zwar mit Hochdruck am neuen Standort vor der Sporthalle Auf der Loge, aber „wir haben so viele Rahmenrichtlinien zu erfüllen, sodass das eine Menge Zeit kostet“, informiert Karin Stegmann.

Dort sollen die Busse bekanntlich von der Kreuzung Große Straße / Soltauer Straße auf die Loge einbiegen. Auf dem jetzigen Turnhallen-Parkplatz und auf einer Ecke des angrenzenden Sportplatzgeländes werden ein Wendehammer und eine Einstiegzone eingerichtet. Die Straße Auf der Loge verlassen die Schulbusse dann wieder in Richtung Große Straße.

Aber bis dahin müssen Schüler und Lehrer mit der Ersatzhaltestelle vorliebnehmen. Die ist mit einem richtigen Halteschild, einen Fahrplan und allem drum und dran ausgestattet. Weil natürlich gemalte Wartelinien auf einem Schotterboden wenig Sinn ergeben, hat der Visselhöveder Bauhof einige Findlinge dort hingekarrt, damit die Kinder sich ein wenig orientieren können, wo sie sich aufstellen sollen. „Steine sind aber nicht so schön, weil sich die Kinder dort gerne draufsetzen. Bei Regen verschmutzt ihre Kleidung sehr stark“, hofft eine Mutter auf eine andere bauliche Regelung.

„Es fehlen auch noch ein paar Mülleimer, weil das mit den Buslinien und den Uhrzeiten nach der Umstellung durch den Landkreis immer noch nicht so richtig läuft und Kinder warten müssen“, ergänzt Matthias Tekath. Der Schulassistent der Visselhöveder Oberschule passt auch jeden Mittag auf, dass alles gut geht am Provisorium. Dann und wann muss er auch vor allem den ganz jungen Schülern Auskunft geben, welcher Bus schon durch ist und welcher noch erwartet wird.

„Die Busfahrer machen auch einen guten Job, denn sie müssen bei dem Gewusel ganz schön aufpassen“, sagt Tekath. Je nach Fahrzeug könnten manche Fahrer auf den Platz auffahren und ihn am Waldweg wieder verlassen, andere müssten direkt auf dem Festplatz wenden, weil ihre Busse tiefer liegen und sie aufsetzen würden.

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