Gustav Stegmann plädiert für drei Jahre

Präventionsrat fordert längere Laufzeit für die Sozialarbeit

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Hoffen auf Projektverlängerung (v.l.): Jana Franke (N-Bank), Johanna Klatt und Markus Kissling (LAG), MdL Eike Holsten (CDU), Elke Motzkau (DAA), Gustav Stegmann (Präventionsrat) und Mathias Haase (Stadt).

Visselhövede - Von Jens Wieters. Nach der Trennung von Christine Hummers nimmt am kommenden Mittwoch ein neuer Sozialarbeiter seine Tätigkeit in Visselhövede auf. Seine Stelle wird zu großen Teilen durch das Land Niedersachsen gefördert. Das Modellprogramm läuft zwei Jahre. „Zu kurz“, findet Gustav Stegmann, Vorsitzender des Visselhöveder Präventionsrats. Er plädiert für eine dreijährige Förderung – „mindestens!“ Unterstützung bekommt er von MdL Eike Holsten (CDU) aus Rotenburg.

„Denn unser Sozialarbeiter ist mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen. Da kann man nicht einfach den Schalter umlegen und schon ist Strom da. Diese vielfältige Arbeit braucht einfach Zeit“, so Stegmann, der noch nicht verraten möchte, wer der Nachfolger von Hummers ist. „Erst am Mittwoch, 15. August, ab 19 Uhr bei der Sitzung im Bahnhof.“

Aber unabhängig von Personen warb Stegmann gemeinsam mit Jana Franke von der N-Bank sowie Johann Klatt und Markus Kissling von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Sozialer Brennpunkt bei Holsten für eine Verlängerung und Fortführung der Finanzierung, da sonst sinnvolle Projekte des Sozialarbeiters verloren gingen.

Dessen Tätigkeit wird durch die „Modellförderung Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ unterstützt. Diese neue Landesförderung wurde 2017 als Modellprogramm eingeführt. Im Doppelhaushalt 2017/2018 wurden jeweils 1,5 Millionen Euro eingestellt. Aufgrund des großen Bedarfs, der hohen Nachfrage und der unmittelbar erkennbaren Wirksamkeit der Projekte, soll die Modellförderung, wie in der Koalitionsvereinbarung vereinbart, als Programm „Gute Nachbarschaft” verstetigt werden. Damit hätte Visselhövede, genauso wie andere Kommunen, die Chance auf eine weitere Förderung.

Klare Unterschiede zwischen Land und Ballungsraum

Deshalb haben die Mitarbeiter der LAG am Beispiel Visselhövede dem zuständigen Landtagsabgeordneten der CDU vorgestellt, was bisher im Rahmen der Förderung erfolgt ist und wie in den kommenden Monaten vorgegangen werden soll.

„Gerade im ländlichen Bereich gibt es andere Problemstellungen als in größeren Kommunen, die sich mehr mit Brennpunkten in Stadtteilen befassen. Auch sind die Anforderungen an den ,Kümmerer vor Ort‘ auf dem Land andere als in Metropolen“, erläuterte Kissling.

Mathias Haase von der Visselhöveder Stadtverwaltung betonte, dass dieses Projekt ohne die Förderung aus Hannover nicht zustande gekommen wäre. „Ich wünsche mir sehr, dass am Ende auch die Früchte aus dieser wertvollen Arbeit geerntet werden können.“

Eike Holsten informierte sich laut Mitteilung des Präventionsrats umfassend über die Arbeit des Visselhöveder Rats vor Ort, des Projekts und das gesamte Modellprogramm in Niedersachsen. Auch habe er die Erwartung aller Teilnehmer mitgenommen, dass die notwendige Verlängerung und Anpassung des Modellprojektes die Zustimmung im Landtag finde. Dafür habe Holsten Unterstützung zugesagt, so Stegmann.

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