Neuer Chefin in Visselhövede

Führungswechsel in der Diakoniesozialstation: Poppe für Hoppe

+
Führungswechsel in der Diakoniesozialstation (v.l.): Ralf Goebel (Bürgermeister Visselhövede), Pflegedienstleiterin Bettina Rück, Superintendent Michael Blömer, Judith Spoo (Kirchenvorstand Visselhövede), die ehemalige Geschäftsführerin Ursula Hoppe, die neue Chefin Sabine Poppe und Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle.

Visselhövede - Manchmal stur und beharrlich wie ein Esel, der sich nicht viel reinreden lässt. Langsam, aber sicher ans Ziel zu kommen wie eine Schnecke, die ebenfalls unbeirrt ihren Weg fortsetzt, sich aber auch in ihr Haus zurückziehen kann: Während der Verabschiedung von Ursula Hoppe als Geschäftsführerin der Diakoniesozialstation am Donnerstagend wurde zum Vergleich ihrer Arbeit und ihres unermüdlichen jahrelangen Engagements die Tierwelt bemüht.

Nach 18,5 Jahren an der Spitze der Einrichtung mit ihren 40 Mitarbeitern wollte Hoppe auch aufgrund ihrer vielfältigen anderen Tätigkeiten auf politischer Ebene als Bürgermeisterin im Kirchwalseder Gemeinderat und als Mandatsträgerin im Botheler Samtgemeinderat sowie bei der Kirche ein bisschen kürzertreten.

Ihre Nachfolgerin in der auf 18 Wochenstunden begrenzten Stelle ist Sabine Poppe aus Süderwalsede, die den Bachelorabschluss in Gesundheitsökonomie gemacht hat, außerdem Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen ist sowie eine Ausbildung als Physiotherapeutin vorweisen kann.

Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle erinnerte in seinen Dankesworten an Ursula Hoppe auch an die angespannte Situation in den Pflegeeinrichtungen, die an der Diakoniesozialstation nicht vorbei gehe. „Ursula Hoppe musste immer den Spagat leisten zwischen einer guten Patientenversorgung, zufriedenen Mitarbeitern und einem wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen. Angesichts nicht ausreichender Vergütungen ist das eine echte Mammutaufgabe.“

Eine „beeindruckende Persönlichkeit“

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel bezeichnete Hoppe als eine „beeindruckende Persönlichkeit“, die ihre Aufgaben „zügig und akribisch“ abgearbeitet hätte, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. „Toll, dass es solche Menschen gibt“, dankte Goebel.

„Sie waren mit viele Herzblut und Liebe für die Diakonie dabei“, betonte auch Superintendent Dr. Michael Blömer, der ebenfalls auf die schwierige Situation in der Pflege hinwies: „Aber dennoch hat Ursula Hoppe es geschafft, christliche Nächstenliebe zu leisten und die betriebswirtschaftlichen Belange im Auge zu behalten.“

Judith Spoo vom Visselhöveder Kirchenvorstand attestierte Hoppe „großes Engagement “ bei der Arbeit, Beharrlichkeit und kurze Dienstwege: „Du hast das Wort Diakonie mit Leben gefüllt.“

Wehmut beim Rückblick auf 18,5 Jahre

Hoppe selbst blickt auch ein wenig mit Wehmut auf die vergangenen 18,5 Jahre zurück: „Es war für mich eine schöne Zeit mit einer für mich sinnvollen Tätigkeit. Eigentlich komme ich beruflich aus der Bankbranche, aber die soziale Arbeit in der Diakoniestation passte besser zu mir.“

Sabine Poppe, die Anfang Mai ihren Dienst begann, weiß „um die Schwierigkeit ihres Berufs“ hat aber auch schonen einige Ideen. Hilfe bekommt sie schon ein bisschen durch eine digitale Erfassung der einzelnen Pflegetätigkeiten, was vor einigen Monaten noch handschriftlich auf Zetteln notiert worden war. „Aber grundsätzlich ist die große Politik gefordert, den Pflegediensten mehr Möglichkeiten zu lassen, ihren Dienst am Menschen zu leisten.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

10. Herbstrallye in Visselhövede

10. Herbstrallye in Visselhövede

Illuminierte herbstliche Natur in Waffensen

Illuminierte herbstliche Natur in Waffensen

Der Samstag auf dem Bremer Freimarkt

Der Samstag auf dem Bremer Freimarkt

Der Samstag auf dem Bremer Freimarkt

Der Samstag auf dem Bremer Freimarkt

Meistgelesene Artikel

Frontal-Crash mit Baum: Autofahrer bei Unfall auf B75 schwer verletzt

Frontal-Crash mit Baum: Autofahrer bei Unfall auf B75 schwer verletzt

Viel zu tun für die neue Kartoffelkönigin

Viel zu tun für die neue Kartoffelkönigin

Die Klimawandel-Alternative

Die Klimawandel-Alternative

Wider die Altersarmut

Wider die Altersarmut

Kommentare