Polizei meldet bislang keine Vorfälle mit Flüchtlingen in der Kaserne Lehnsheide

Alles friedlich

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Die Kaserne Lehnsheide bietet ausreichend Platz, damit sich die Bewohner aus dem Weg gehen können.

Visselhövede - Seit einer Woche dient die Kaserne Lehnsheide mittlerweile als Notunterkunft für Flüchtlinge. Neben der breiten Unterstützung aus der Visselhöveder Bevölkerung gibt es aber auch Unsicherheiten. Die Gruppen von Zuwanderern in der Innenstadt sind für manche immer noch ein ungewohnter Anblick. Passiert ist aber noch nichts.

Weder auf dem Kasernen-Gelände noch innerorts ist es bislang zu Straftaten oder ähnlichen Vorfällen mit Flüchtlingen gekommen. Die Visselhöveder Polizisten mussten noch keine Fälle bearbeiten, in der die Neuankömmlinge involviert waren, erklärt Polizei-Sprecher Heiner van der Werp auf Nachfrage. Er schließt aber nicht aus, dass es nicht so bleibt und spricht von „Lagerkollern“, die sich einstellen können, wenn viele Menschen für längere Zeit auf einem Fleck zusammen leben müssen.

Für Bürgermeister Ralf Goebel liegt aber gerade in diesem Punkt die Stärke der Visselhöveder Kaserne: „Sie ist groß genug, um den Menschen Raum zu geben.“ So komme es weniger zu Aggressionen. Dass die Kapazität von 400 Menschen nicht überschritten wird, hält er daher für wichtig.

Dass bisher alles friedlich blieb, begründet er auch damit, dass die Flüchtlinge immer nur schrittweise und nicht alle auf einmal angekommen sind. „Der langsame Aufbau unterstützt den Sicherheitsaspekt“, so Goebel. Man habe Glück, dass „die Situation überschaubar blieb“.

Van der Werp war gestern selber zu Besuch in der Kaserne. „Aus polizeilicher Sicht gibt es hier kein Problem“, sagte er im Anschluss. Um die Sicherheit vor Ort kümmert sich ein privater Sicherheitsdienst „zur Umsetzung des Hausrechts“, so Landkreis-Sprecherin Christine Huchzermeier. Der Sicherheitsdienst steht im Kontakt mit der Visselhöveder Wache.

Extra-Vorkehrungen hinsichtlich der Flüchtlinge hat die Polizei noch keine getroffen. „Im Moment gibt es keine besonderen Pläne“, sagt van der Werp und meint damit, beispielsweise mehr Beamte nach Visselhövede abzustellen. Er und seine Kollegen seien sich auch der Schwierigkeiten im Umgang mit den Flüchtlingen bewusst. „Die haben schlimme Dinge erlebt“, sagt der Polizei-Sprecher, sie seien zum Beispiel häufig traumatisiert. Das müssten die Polizisten im Gespräch bedenken und im Hinterkopf behalten.

mro

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