Partner möchte sich auf dem Sonnentau-Gelände einbringen

Neues Leben im Turm?

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Bald soll im Wasserturm wieder Kunst zu sehen sein. Zurzeit führt die Stadt Gespräche mit einem potentiellen Partner, um das Kulturprogramm im Sonnentau wieder aufzunehmen.

Visselhövede - Von Matthias Röhrs. Was passiert mit dem Wasserturm? Nachdem Turmwächter Manfred „Willi“ Reichert im November vergangenen Jahres dort seinen Hut genommen hat, liegt das Kulturgeschehen auf dem Sonnentau-Gelände brach.

Die kulturschaffenden Vereine und die Stadtverwaltung arbeiten derzeit an einer Lösung für Reicherts Nachfolge. Bürgermeister Ralf Goebel ist optimistisch, dass es bald wieder Ausstellungen im Wasserturm zu sehen gibt.

Tatsächlich befinde man sich derzeit in Gesprächen mit einem Partner, der Interesse habe, sich auch langfristig auf dem Sonnentau-Gelände zu engagieren und wieder Kunst im Wasserturm auszustellen, so Goebel auf Nachfrage. Wer das ist, darüber schweigt der Verwaltungschef aufgrund des frühen Standes der Gespräche noch. Dieser Partner solle aber über das nötige Know-How und Erfahrung verfügen. Sicher ist aber: „Es ist unser starker Wunsch, dieses Kleinod der Kultur weiterzuführen“, so Goebel. In diesem Jahr solle es keine Pause geben. „Wir wollen nicht zu viel Zeit ins Land streichen lassen.“

Der Kultur- und Heimatverein und der Verein „EigenArt“ wollen laut Goebel dem Partner in diesem Jahr noch unter die Arme greifen. Der Wasserturm unter der Schirmherrschaft dieser beiden Institutionen? „Schwierig“, so der Bürgermeister. Erhard Grunhold, der Sprecher des Kultur- und Heimatvereins, beispielsweise erklärte: „Wir sind voll ausgelastet.“ Das jährliche Programm und die Verwaltung des Heimathauses sei schon nicht wenig Arbeit. Beim Wasserturm gehe es um eine „eigene Trägerschaft. Die würde uns überfordern“.

Kunstausstellungen seien außerdem nicht die Kernkompetenz der Vereine, die sich mehr auf Musik konzentrieren, so Goebel. Eine gelegentliche Kooperation mit dem Wasserturm könne sich der Verwaltungschef aber vorstellen. „Früher hat es ja auch schon Konzerte auf dem Gelände gegeben.“ Grunhold: „Wir können zwar nicht Regie führen, aber wir können ein Partner sein.

Das Konzept des Wasserturms soll neu ausgerichtet werden. Bei den Planungen habe sich gezeigt, so Goebel, wie viel Arbeit Reichert hinter den Kulissen geleistet habe. „Unser Vorteil ist aber, dass wir nicht mehr bei null anfangen müssen.“ Interessenten und Kontakte seien bereits da. Auch sei eine Einbindung der kompletten Liegenschaft mit dem Hotel vorstellbar, doch genaueres stehe noch nicht fest – man sei dabei, Details auszuloten.

Spätestens im Mai, vermutet Goebel aber, soll es wieder eine Ausstellung im Wasserturm geben. Dabei möchten die Verantwortlichen auch auf Planungen von Reichert zurückgreifen, der vor seinem Rücktritt bereits Vorgespräche mit Künstlern für diese Saison geführt habe.

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