Ottinger Kinder profitieren von Verbunddorferneuerung „Entlang der Warnow“

Spiel- statt Parkplatz

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In der rechten Ecke der Wiese an der Kreisstraße 208 wird der neue Spielplatz gebaut.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Puh, das hat echt lange gedauert, aber zum Glück haben wir jetzt ein Ergebnis“, schnauft Gerd Brunkhorst, ehemaliger Ottinger Ortsvorsteher, kräftig durch. Der Grund für die Freude: Der Visselhöveder Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Kultur hat am Dienstag grünes Licht für den neuen Spielplatz im Dorf gegeben.

Brunkhorst war Gast der Sitzung und hatte in den vergangenen Jahren zunächst allein und dann mit seinem Ortsvorsteher-Nachfolger Joachim Schulz-tom Felde viele Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt, um den Kindern des Dorfes einen attraktiven Standort zu bieten. „Und jetzt sind die Eigentümer der Fläche gegenüber vom Feuerwehr- und Schützenhaus bereit, einen Teil ihres Grundstücks abzugeben“, informierte Brunhilde Arps aus dem Bauamt den Ausschuss.

So ganz tief braucht die Stadt auch nicht in die Tasche zu greifen, denn ein Teil der Gesamtkosten wird wohl durch Zuschüsse vom Landesamt für Landentwicklung getragen, da es sich bei dem Projekt um eine Maßnahme der Verbunddorferneuerung „Entlang der Warnau“ handelt. „Wir rechnen mit rund 25000 Euro Gesamtkosten“, so Arps. Günstig wird die Umsetzung auch dadurch, weil keine Arbeitskosten entstehen, wie Ausschussmitglied Volker Carstens (CDU) feststellte: „So viel Eigenleistung der Einwohner ist schon toll.“

Die Spielplatzidee ist zwar nicht als Notnagel zu betrachten, aber eigentlich war eine andere letzte Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung geplant. Nämlich ein Parkstreifen an der Kreisstraße 208 gegenüber der Feuerwehr. „Aber weil es eben eine Kreisstraße ist, könnten dort auch schwere Laster parken und dafür müsste der Untergrund entsprechend hergerichtet werden, was die Maßnahme viel teurer machen würde. Darum jetzt der Spielplatz wie von den Einwohner gewollt“, erklärte Arps.

Relativ günstig wird die neue Tobefläche für Ottingens Nachwuchs auch dadurch, weil ein Teil der Geräte vom bisherigen Standort an den neuen mitgenommen werden kann.

Zur Straße hin hindert ein Staketenzaun die Kinder daran, plötzlich auf die Straße zu laufen und auf der anderen Seite begrenzen ein Maschendrahtzaun und eine Hecke den Platz, der mit einer Sandkiste und Sitzgelegenheiten ausgestattet wird. Zugang zum Spielplatz soll über ein fünf Meter breites Tor erfolgen, damit auch Arbeitsgeräte des Bauhofs hineinpassen.

Für Heiner Gerken (Grüne) ist der Standort an der Straße nicht „so richtig gut überlegt“. Zumindest müsse man die Hecke so pflanzen, dass Autofahrer ein ausreichendes Sichtdreieck auf den Spielplatzeingang hätten.

„Wie und wo genau wir einen relativ sicheren Eingang planen, werden wir noch vor Ort entscheiden“, beruhigte Arps, die damit rechnet, dass die Förderanträge an das Verdener Amt in rund zwei Monaten gestellt werden können. „Noch gibt es keine entsprechenden Vordrucke.“

Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, was die Förderung betrifft, votierte der Ausschuss auf Anregung von Dagmar Kühnast (SPD), dass mit den Grundstückseigentümern ein möglichst langer Pachtvertrag abgeschlossen wird.

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