Ortswehren der Samtgemeinde Bothel simulieren Ernstfall in Hemsbünde

Falsche Explosion im Holzbetrieb

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Viel Rauch zwischen jeder Menge Holz: Die Botheler Ortswehren haben eine Großschadenslage simuliert.

Hemsbünde - Von Tobias Woelki. Es brennt auf dem Werksgelände einer Holzbau-Firma in Hemsbünde. Sirenen heulen auf, jemand ruft Kommandos aus, Helfer schultern schwere Atemschutzgeräte, andere bauen die Wasserleitungen auf. Was zunächst wie ein Ernstfall klingt, war eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Bothel am vergangenem Wochenende.

Thomas Brunkhorst, Gemeindebrandmeister in Bothel, erklärte die Ausgangssituation: „Als Schadenslage wird angenommen, dass es zu einer Explosion im Bereich Oberflächenbehandlung gekommen ist. Dort wird eine unbekannte Zahl von Menschen vermisst. Die Bereiche der anderen Halle drohen ebenfalls in Brand zu geraten.“ Eine weitere Herausforderung für die Feuerwehrleute: „Zusätzlich ist die Holzlagerhalle durch herumfliegende Trümmerteile ebenfalls in Brand geraten.“ Das Feuer drohe dadurch, sich in nordöstliche Richtung auf den dort befindlichen Wald auszubreiten. „Wir üben ständig, um das Zusammenspiel der einzelnen Wehren zu optimieren“, erklärt Brunkhorst, „denn in einer Großschadenslage, wie wir sie hier annehmen, hat jede Ortsfeuerwehr seine Aufgabe.“ 90 Feuerwehrleute waren an der Übung beteiligt. Während dieser waren keine Flammen zu sehen. „Deshalb sind die Beobachter da, die die Helfer in die Schadenslage einweisen und den Ablauf der Übung verfolgen“, so Brunkhorst weiter.

Nach dem Alarm trafen in regelmäßigen Abständen die jeweiligen Ortsfeuerwehren auf dem Werksgelände ein. Beobachter der Gemeindefeuerwehr instruierten die Gruppenführer gleich am Eingangstor. Danach bewegten sich die Mannschaften mit ihren Fahrzeugen zu den Zielbereichen. Eine begann sofort mit der Bergung der vermissten Personen. Unter schwerem Atemschutz drangen die Trupps ins „Zentrum“ der Explosion vor und suchten die „Verletzten“, dargestellt durch zehn Jugendliche der Jugendfeuerwehren aus Hemsbünde und Bothel sowie zwei Holzpuppen.

Andere Mannschaften, auf dem gesamten Werksgelände verteilt, bauten derweil die Löschwasserversorgung auf. Schlauch um Schlauch rollte über den Boden, Kupplungsgeräusche erklangen und Pumpen wurden angeschmissen. Eine weitere Mannschaft hob einen schweren Container an, unter der eine Person eingeklemmt war. Nach knapp 100 Minuten waren alle Aufgaben erfüllt und die Übung beendet.

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