Raumordnungsprogramm des Landkreises beschäftigt Politiker

Ortsrat für Windpark

Auch im Dreieck zwischen Jeddingen, Dreeßel und Hainhorst könnten könnten bald Windräder stehen. - Foto: Wieters

Jeddingen - Noch sind es nur Planungen, denn ob ein Windpark mit raumbedeutsamen Anlagen im Jeddinger Nordwesten gebaut wird, steht in den Sternen. Aber dennoch wurde das Thema im Ortsrat lange diskutiert. Am Ende empfahlen die Politiker mehrheitlich eine Ausweisung eines Windkraft-Vorranggebiets in den sogenannten Jeddinger Wiesen.

Der Entwurf des Landkreises zum neuen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) interessiert viele Jeddinger, und so verzeichnete Ortsbürgermeister Henning Vollmer (CDU) eine gut besuchte Sitzung im Hotel „Jeddinger Hof“. Und die Zeit drängt, denn bis Ende Mai muss die Stellungnahme der Stadt zum vorliegenden Entwurf beim Landkreis eingereicht sein. Im Vorfeld diskutieren nun die verschiedenen Ortsräte über die Skizzen, um sich eine Meinung zu den Plänen zu bilden. Die sammelt die Stadt ein, um daraus ihre Stellungnahme gegenüber dem Landkreis zu formulieren.

Für Jeddingen sehen die Planer des Kreishauses eine mögliche Fläche für Windkraftanlagen in einem Bereich nördlich der Ortschaft und östlich von Dreeßel in Richtung Hainhorst vor. Die Sache hat aber einen Haken: Die verlangte Mindestgröße von 50 Hektar für ein Windkraftvorranggebiet werde nur erreicht, „wenn ein einzelnes Gehöft im Außenbereich des Ortes aufgegeben wird“, informierte Henning Vollmer, der damit auch die Meinung des städtischen Bauamts wiedergab. Denn nur dann ist das Gebiet 50 Hektar groß und auch der Mindestabstand von 1 000 Metern zum nächsten bewohnten Haus werde eingehalten. Gespräche dahingehend seien aber bereits anberaumt.

Zugleich droht aber ein anderer Konflikt. Denn ausgerechnet im Planungsbereich für die Windenergie beabsichtigt die Naturschutzbehörde des Landkreises, ein Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Das würde natürlich einem potenziellen Standort für Windräder widersprechen. Aber: Allein die Planungsabsicht der Naturschutzbehörde ist noch kein Ausschlusskriterium für Windparks. „Das Bauamt meint dazu, im Zuge der Abwägung käme das einer Verhinderungsplanung gleich“, erklärte Vollmer.

Nach der detaillierten Vorstellung der Pläne und einer anschließenden Diskussion sprach sich der Ortsrat in seiner Empfehlung mehrheitlich mit vier Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Nein-Stimme für die Ausweisung eines Vorranggebiets für Windkraftanlagen im unbewohnten Dreieck zwischen Jeddingen, Dreeßel und Hainhorst aus. jw/woe

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