Pflicht auf Straßen und Plätzen / Öffentliche Häuser dicht

Nur maskiert durch die Stadt

Hauptkommissar Stefan Spillner (l.) und Mathias Haase vom Ordnungsamt übergeben Edeltraut Böhme das Schild mit dem Hinweis auf die Maskenpflicht vor den Läden.
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Hauptkommissar Stefan Spillner (l.) und Mathias Haase vom Ordnungsamt übergeben Edeltraut Böhme das Schild mit dem Hinweis auf die Maskenpflicht vor den Läden.

Visselhövede – „Es wird ernst!“ Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel appelliert an seine Mitbürger, die von Bund und Land gerade auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus „konsequent einzuhalten“. Aber auch die Stadtverwaltung selber geht voran und hat ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt, das sich weitgehend mit der Allgemeinverfügung des Landkreises Rotenburg deckt.

Ab sofort gilt für jedermann Maskenpflicht – auch unter freiem Himmel auf allen Einkaufsstraßen der Visselhöveder Innenstadt und auf den Parkplätzen der Supermärkte, Discounter und anderer Geschäfte. „Zu den Einkaufsstraßen zählen die Goethestraße ab Kreisel bis zur Kirche, beziehungsweise Rathaus und der gesamte Marktplatzbereich bis zur Polizeistation, einschließlich der Bushaltestellen, wo ja sowieso schon länger Maskenpflicht herrscht“, erläutert Ordnungsamtsleiter Mathias Haase, der am Donnerstag mithilfe seines Teams und der Polizei entsprechende Schilder an den Laternenmasten angebracht und in den Geschäften und Lokalen verteilt hat.

Des Weiteren sind alle öffentlichen Gebäude bis auf die Schulen, Kindergärten und Feuerwehrhäuser ab sofort geschlossen. Das umfasst natürlich das Dorfgemeinschaftshaus in Wittorf, das Schwitscher Haus, das Dorfhaus in Hiddingen und alle Vereinsheime und vergleichbare Häuser. „Außerschulischer Sport ist ebenfalls auf allen öffentlichen Anlagen und Häusern komplett untersagt“, betont Haase. Auch das Rathaus ist grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen. „Viele Dinge kann man im Vorfeld im Bürgerbüro telefonisch abklären oder sich auch online über unsere Homepage Informationen holen“, berichtet der Bürgermeister. Wenn doch mal das eine oder andere Formular benötigt würde, müssten Klingel und Sprechanlage am Hintereingang genutzt werden. „Zur Not reichen wir die Schriftstücke auch aus dem Fenster“, denkt Haase ganz pragmatisch.

Ein paar Schritte weiter hat Gitta Brunkhorst zwar noch eine Menge Arbeit im Hallenbad, aber nur noch hinter verschlossenen Türen. Denn auch das Vissel-Bad ist ab sofort trotz eines seit Monaten gut funktionierenden Hygienekonzepts komplett dicht.

Goebel hofft darauf, dass die Bevölkerung „Verständnis für die teilweise doch gravierenden Maßnahmen hat, die durch die Verfügungen von Bund, Land und Landkreis jetzt auch rechtlich gedeckt sind.“ Er bittet außerdem darum, dass sich die Menschen in der Vissel-Stadt in dieser besonderen Situation gegenseitig helfen und jeder jeden auf die neuen Regeln hinweist. „Nur mit dem gebotenen Abstand, der Hygiene und mit den Masken jetzt auch in der Innenstadt können wir uns alle schützen und die Einschränkungen hoffentlich so kurz wie möglich halten.“

Er macht die Dramatik der Situation an ein paar Zahlen fest: „Stand Donnerstagmittag gibt es allein in Visselhövede 14 bestätigte Fälle. Hochgerechnet bedeutet das für das Stadtgebiet eine 7-Tage-Inzidenz von 140. Das ist schon viel“, betont der Bürgermeister.

Eines hätte er sich allerdings anders gewünscht: „Das alle Restaurants ab Montag zumachen müssen, ist nicht nachvollziehbar. Denn die Wirte haben detaillierte Hygienekonzepte. Ich hätte es besser gefunden, wenn die privaten Treffpunkte deutlich reduziert worden wären und es eine Empfehlung für Treffen bei den Profis gegeben hätte.“  jw

Gitta Brunkhorst schließt das Hallenbad ab.

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