Nostalgische Heimcomputer, Spielkonsolen und reales TV-Studio im Museum

Anfassen erlaubt: Die Welt von Atari, C-64 und Co.

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Ralph Müller (l.) zeigt den Besuchern den Umgang mit einer echten TV-Kamera.

Visselhövede - Museen müssen nicht zwangsläufig langweilig sein. Das zeigte das Computermuseum in Visselhövede, das zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Dort konnten die Besucher alte Telespiele ausprobieren, sich ins Heimkino setzen, um an einem XXL-Bildschirm PC-Spiele zu spielen oder Filmbeiträge zu schauen. Auch im Fernsehstudio von Ralph Müller war Mitmachen ausdrücklich erwünscht und bis zu vier Spieler traten an vernetzen Spielekonsolen gegeneinander an.

Nicht nur alte Rechner von IBM, HP, Nixdorf, Siemens und Co. waren zu bewundern, auch nostalgische Film- und Fotokameras, Schreib- und Rechenmaschinen sowie weitere Bürotechnik aus Omas Zeiten. Unter anderem alte Lochkartengeräte, Mikrofiche-Apparate und Magnetbänder begeisterten die Besucher. „Bewusst alles zum Anfassen! Wir haben 45 Rechner, an denen sich die Besucher setzen und spielen können“, berichtete Marcus Dachsel, Vorsitzender des Vereins „Forum für Computer-Geschichte“. So wurden bei den nostalgischen Heimcomputern und Spielkonsolen, alte C-64-, Amiga- und Atari-Erinnerungen wach, die begeistert von der nicht nur älteren Generation mit Leben erfüllt wurden.

Die kompetenten Mitglieder führten durch die sehenswerte Ausstellung, die in zwölf Räumen der alten Zündholzfabrik von Deylen untergebracht ist. So gibt es dort auch den Computer von „Cray“ zu sehen – „der schnellste Computer der Welt“, so Dachsel, der mit seinem Team die Exponate sehr gut sortiert untergebracht hat. Die Besucher zeigten sich von der Spannbreite der Ausstellung beeindruckt. Stimmen wie: „Schön, dass die Geräte hier eine Heimat finden“ und „Das im kleinen Visselhövede“ waren zu hören. Davon waren auch Nicht-Computerfreaks angetan. Dazu trug unter anderem das Fernsehstudio des Kettenburgers Ralph Müller bei.

Noch ist das Museum unregelmäßig geöffnet, aber: „Wir wollen zum Jahreswechsel regelmäßige Öffnungszeiten einrichten“, so Dachsel. Ende Oktober soll auch eine Bibliothek eingerichtet werden, denn der 15-köpfige Verein besitzt nach eigenen Angaben viel Literatur rund um das Thema Computer. Die Mitglieder treffen sich jeden Sonnabend ab 14 Uhr, um die Geräte zu reinigen, instand zu setzen und in Betrieb zu nehmen. Aber auch zum Wissens- und Erfahrungsaustausch und zum Diskutieren kommen sie zusammen.

„Gäste und Interessierte sind ebenso willkommen“, betont der Vorsitzende, der sich über neue Mitglieder freuen würde. Wer also Interesse hat oder Material dem Verein zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne unter der Telefonnummer 04261/962811 bei Marcus Dachsel melden.

aki

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