Nonverbale Kommunikation

Petra Feind-Zehr klärt Landfrauen über die Körpersprache auf

Referentin Petra Feind-Zehr präsentiert den Landfrauen auf lockere und humorvolle Art, wie nonverbale Kommunikation hier und in anderen Ländern angewendet wird. Fotos: Kirchfeld
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Referentin Petra Feind-Zehr präsentiert den Landfrauen auf lockere und humorvolle Art, wie nonverbale Kommunikation hier und in anderen Ländern angewendet wird.

Hiddingen - Von Angela Kirchfeld. Andere Länder, andere Sitten - andere Kultur, andere Gesten kann man auch sagen. „So sollte man die hier vertrauten Symbole, wie zum Beispiel das mit den Daumen und Zeigefinger geformte O, das für „Gut“ steht, in anderen Ländern lieber nicht nutzen, denn dort bedeutet es eine Obszönität!“, verdeutlichte Petra Feind-Zehr vom Institut für Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung.

Die Rotenburgerin war am Sonnabend zu Gast beim Frühstück der Landfrauen Visselhövede und Umgebung im Gasthaus Röhrs in Hiddingen und referierte zum Thema „Körpersprache verrät eine Menge“ auf lockere und humorvolle Art, wie nonverbale Kommunikation erfolgt.

„55 Prozent wird über nonverbale Kommunikation, also mit Mimik, Gestik und Haltung, ausgedrückt“, informierte Feind-Zehr. Die nonverbale Kommunikation geschehe dabei häufig ohne bewusste Kontrolle, beeinflusse aber „die Gesprächsstimmung und die Reaktion des Gegenübers außerordentlich“, teilte die Referentin mit. 

So bestimme maßgeblich unsere Körpersprache, ob wir uns sympathisch finden, uns durchsetzen können oder im Bewerbungsgespräch punkten. Wer die Körpersprache des anderen lesen kann, könne ihn richtig einschätzen und verstehen. Schon allein der Händedruck, ein vereinbartes Ritual, entscheidet, ist der Händedruck kräftig, schlaff, lang, bewegt und wer die „Oberhand“ hat.

Das geformte O bedeutet woanders eine Obszönität.Petra Feind-Zehr vom Institut für Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung

Die rund 100 Zuhörerinnen erfuhren zudem, dass verschränkte Arme nicht unbedingt „Abwehr“ bedeuten, sondern auch Selbstbewusstsein ausdrücken können. „Die Merkel-Raute - die Kanzlerin konzentriert sich auf ihre Bauchmitte - zeigt auf den Boden, sie ist geerdet.“ Feind-Zehr, die Merkel für absolut klug hält, sorgte mit dem Satz: „Sie hat zwar ,Keinen‘, aber sie macht sich ,Einen‘!“ für Applaus. Männer, die ihre Brust entspannt ausbreiten, teilen hingegen mit: „Hier sitzt der Platzhirsch!“

Auch die Stimme und die Mimik wurden unter die Lupe genommen. 80 Prozent eines Gespräches sind Beziehungsaussagen. Sie werden vor allem durch die Mimik dargestellt und in ihr erkannt. Nur, wenn die Augen und der Mund lächeln, kommt es beim Gegenüber in den Spiegelneuronen (im Gehirn spezielle Nervenzellen, die den Menschen zum mitfühlenden Wesen machen) und bei den eigenen Endorphinen an, erklärte Petra Feind-Zehr den Landfrauen. „In Kommunikationskursen wird vermittelt, beim Telefonieren zu lächeln, doch das Lächeln muss zur Situation passen, damit das Gespräch emphatisch verläuft!“, verdeutlichte die Rednerin in ihrem Vortrag.

Der Ausdruck unseres Körpers, die Stellung der Beine und des Kopfes, ist ebenso beim Gespräch wichtig. Ebenso sei die Distanz entscheidend. Die und die Intimzone, die für enge Vertraute gilt und bei 15 bis 46 Zentimeter liegt, sollte nicht unterschritten werden.

Nächste Termine

Das nächste Treffen, der Freundinnenabend der Landfrauen, findet am Freitag, 8. Februar, um 19.30 Uhr, im DGH Wittorf statt. Anmeldungen sind bis Montag, 4. Februar, möglich. Am 13. Februar, findet um 18 Uhr die Jahreshauptversammlung im Jeddinger Hof statt. Weitere Informationen zu den Landfrauen Visselhövede und Umgebung finden Interessierte auf der Internetseite des Vereins unter www.landfrauen-visselhoevede.de.

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