Werkstatt neben dem Wasserturm wird aufgepeppt / Kalff: „Etwas ganz Besonderes“

Noch mehr Raum für die Kunst

Frank Kalff ist der neue Herr im Visselhöveder Wasserturm und will dem Kulturprojekt neues Leben einhauchen.

Visselhövede - Rund um den alten Wasserturm auf dem ehemaligen Visselhöveder Sonnentau-Gelände wird es künftig neue Möglichkeiten geben, Kunst einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren: Neben den bisherigen Räumen auf den fünf Ebenen des Turms wird die ehemalige Künstlerwerkstatt zu Füßen des historischen Wasserturms derzeit umgebaut und renoviert, um mit diesem Angebot in die neue Saison starten zu können.

Wann die genau beginnt, steht allerdings noch nicht so ganz fest, denn erst einmal muss sich der neue Herr im Turm ein wenig mit der Materie anfreunden. Bekanntlich wird der Neu-Visselhöveder Frank Kalff die Regie über die Veranstaltungen rund um den Wasserturm führen. Ihm sei es eine Herzensangelegenheit, dass das Kulturgeschehen auf dem Sonnentaugelände nicht einfach so einschlafe, hatte der gelernte Redakteur bereits dem Visselhöveder Kulturausschuss erläutert. Dass das nicht so einfach wird, weil der ehemalige Turmwächter Willi Reichert lange Jahre viele Kontakte in der Kunstszene geknüpft hat, weiß auch Kalff. Aber: „Visselhövede hat mit dem Gebäude-Ensemble und dem Kulturprojekt etwas ganz Besonderes, das unbedingt weitergeführt werde muss“, so Kalff im Ausschuss.

Der erste Schritt dazu ist demnach die Neugestaltung der Werkstatt, die vom Wittorfer Künstler Ulrich Kipp genutzt wurde. Der Teil der Hohen Heide Galerie, der bisher im ehemaligen Kontor der Fabrik Sonnentau untergebracht war, zieht jetzt in diesen Raum um.

„Wir freuen uns, dass wir die Präsentationsmöglichkeiten des Gebäude-Ensembles um diese Ausstellungsräumlichkeiten erweitern können“, wird Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel in einer Mitteilung zitiert.

Während einer kleinen Begehung mit Handwerkern besprach der Verwaltungsleiter mit Malermeister Klaus-Dieter Kregel die notwendigen Arbeiten. Karin Stegmann, die bei der Stadt für das Gebäude-Management zuständig ist, hat den Umbau geplant. Der Raum wird für die neue Nutzung entsprechend hergerichtet.

Wie Goebel vor Ort erklärte, sollen zusätzlich geplante Deckenspots dafür sorgen, die Kunst in diesen Räumen künftig ins rechte Licht zu rücken. Eine vorhandene Nische in der Wand soll erhalten bleiben und lediglich saniert werden. Goebel: „Dieser Bereich wäre toll geeignet, um beispielsweise kleinere Kunst-Objekte zu präsentieren.“

Außerdem sollen etwa in der Mitte des Raumes Galerie-Leisten im Deckenbereich angebracht werden, um künftig Bilder oder auch andere Kunstobjekte frei im Raum schwebend zu zeigen. Es gehe darum, den doch recht überschaubaren Raum so gut wie möglich zu nutzen, so Goebel.

Die zum Teil ungleichmäßige Oberflächenstruktur der Wände des alten Gemäuers soll erhalten bleiben, um den rustikalen und historischen Charakter, der die Atmosphäre der Räume ausmacht, gezielt zu betonen. Der kleine Vorplatz ist überdacht und verfügt als Einfassung über einige Stufen. Ein idealer Ort, um nach dem Besuch des Turms oder der Galerie in Ruhe zu verweilen und noch miteinander oder auch mit Künstlern ins Gespräch zu kommen. „Ich finde das, was hier am Wasserturm noch zusätzlich entsteht, richtig klasse“, freut sich Visselhövedes Bürgermeister schon auf den Abschluss der Umbauarbeiten. - jw

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