Heimathaus eignet sich ideal

Visselhövede: Neues Testzentrum läuft gut an

Bei einer Frau wird die Temperatur mit einem Sensor gemessen
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Bei Andrea Hoffmann wird keine erhöhte Körpertemperatur festgestellt.

Die Visselhöveder Einwohner müssen jetzt keine weiten Wege mehr zurücklegen, um einen Corona-Test machen zu lassen. Seit Montag hat das Testzentrum im Heimathaus geöffnet.

Visselhövede – 41 Corona-Tests bereits in den ersten knapp 120 Minuten. Sonja Burmester und Alina Zeidler haben kaum Zeit zum Durchschnauben unter ihren Schutzanzügen, Masken und dem transparenten Gesichtsschutz. Das Visselhöveder Testzentrum im Heimathaus hat seine Arbeit aufgenommen – und schon am ersten Tag standen die Interessierten Schlange im Foyer.

Unter ihnen auch Bürgermeister Ralf Goebel, der sich von Zeidler das Wattestäbchen in der Nase drehen lässt. „Prima, dass wir mit dem Apotheker Matthias Grube einen Betreiber und mit den beiden Frauen auch fachkundiges Personal gefunden haben. Das Heimathaus hat ausreichend große Räumlichkeiten, sodass die Abstandsregelungen mehr als gewahrt bleiben. Und wir haben einen separaten Ein- und Ausgang“, betont Goebel, der sich sein Testergebnis digital per E-Mail zuschicken lässt.

„Das ist auch bei den meisten unserer Kunden so“, berichtet Burmester. Wer allerdings möchte, der bekommt sein Testergebnis auch ausgedruckt auf Papier. „Diejenigen, die diese Variante favorisieren müssen aber 15 Minuten auf ihr Ergebnis warten“, erläutert Apotheker Grube.

Aber so ganz ohne Computer funktioniert die Terminvergabe sowieso nicht. Denn die begehrten Zeiten sind nur online unter der Seite „testbuchen.de“ fest zu buchen. Dort braucht man nur die Visselhöveder Postleitzahl 27374 eingeben und schon kann man das Datum und die Uhrzeit auswählen. „Auf einen Blick ist zu sehen, wie viele Plätze in dem jeweiligen Zehn-Minuten-Takt noch frei sind“, erklärt Burmester. Nach dem ersten Klick erscheint ein Fenster, in dem man seine persönlichen Daten eingeben muss. „Das haben wir vor einem guten halben Jahr noch alles per Hand aufgenommen, was natürlich enorm viel Zeit beansprucht hat. Das fällt jetzt weg“, beschreibt der Apotheker die Erleichterung.

Haben die Interessierten den Termin, brauchen sie vor Ort nur noch ihren Personalausweis vorzeigen und die Körpertemperatur wird gemessen. Und schon kann man in einem der beiden Testpavillons Platz nehmen. „Nach maximal 20 Minuten liegt das Ergebnis vor, das sofort per E-Mail verschickt wird. Das kann man dann überall vorzeigen, wo es gebraucht wird, zum Beispiel beim Friseur oder im Restaurant“, so Grube.

Aber unter den Menschen, die im Foyer des Heimathauses warten, sind auch einige, die den Testnachweis beruflich brauchen. „Und das sind doch immer noch relativ viele, was zeigt, dass es auch in unserer Stadt noch Mitbürger gibt, die noch nicht vollständig geimpft sind“, bilanziert Bürgermeister Goebel.

Das Testzentrum ist übrigens von montags bis freitags von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Samstags außerdem von 8 bis 12 Uhr.

Aktuell gibt es keine Laufzeit für das Testzentrum, „wir planen über den Jahreswechsel hinaus“, so Goebel, der es gerne sehen würde, wenn es auch über die Weihnachtsfeiertage die Möglichkeit zum Testen geben könnte. „Es muss ja nicht in der Breite sein, aber ein paar Stunden wären schon schön.“ Der Verwaltungschef denkt dabei an seine vielen Mitbürger, die sich bei einem der örtlichen Gastronomen die Weihnachtsgans schmecken lassen wollen. „Denn nicht jedes Restaurant hält die Testkits vor.“

Burmester, Zeidler und Grube überlegen in den kommenden Tagen, wie sie den Dienst vom 24. bis 26. Dezember einrichten können, aber „zunächst muss das Testzentrum mal richtig anlaufen, aber schon die ersten zwei Stunden zeigen, dass der Bedarf da ist“, betont Grube, der gerade einen älteren Mann darüber aufklärt, dass er für den Friseurbesuch keinen Test mehr braucht, weil er ja bereits die dritte Impfung hinter sich gebracht hatte. „Das wurde gerade wieder von der Landesregierung geändert“, sagt Grube, bevor er sich dem nächsten Kunden zuwendet.

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