Viel Platz für Firmen

Neues Visselhöveder Gewerbegebiet

Spatenstich für das neue Gewerbegebiet (v.l.): Hans Hinrich Hastedt (JBS), Dominik Oldenburg (Bauausschuss), Daniela Labbus (Planungsbüro), Jörg Klose (Eimer-Bau) und Bürgermeister Ralf Goebel.
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Spatenstich für das neue Gewerbegebiet (v.l.): Hans Hinrich Hastedt (JBS), Dominik Oldenburg (Bauausschuss), Daniela Labbus (Planungsbüro), Jörg Klose (Eimer-Bau) und Bürgermeister Ralf Goebel.

Visselhövede – Was macht man aus einem Sportplatz samt Laufbahn, der nicht mehr gebraucht wird? Ein Gewerbegebiet! Denn wo früher in der Visselhöveder Lehnsheide mal Soldaten Fußball gespielt oder ihr Leichathletikabzeichen erworben haben, soll sich schon bald im großen Stil Gewerbe ansiedeln. Der Startschuss für die Erschließungsarbeiten durch die Visselhöveder Firma Eimer-Bau wurde am Donnerstagmorgen durch den obligatorischen Spatenstich gegeben.

Bürgermeister Ralf Goebel, Vertreter des Bauamts, der Eigentümer der Sportplatzfläche Joachim Behrens sowie Planer und Vertreter des Tiefbauunternehmens betonten, dass mit der knapp zwölf Hektar großen Fläche ein „äußerst attraktiver Standort“ für Firmenansiedlungen geschaffen werde. „Und das sogar zu einem sehr günstigen Preis“, wie Goebel betonte. „Denn für 19,50 Euro pro Quadratmeter bekommt man heute kaum noch eine Gewerbefläche.“

Vor rund zwei Jahren hatte sich die Verwaltung mit der Firma JBS, der Eigentümerin des ehemaligen Kasernengeländes, zusammengesetzt, um dieses Projekt nach und nach zu entwickeln. Am Ende und nach dem Tausch einiger Grundstücke kam heraus, dass beide Seiten von dieser Idee profitieren würden. Denn die Stadt kann bald wieder Flächenangebote aus der Schublade ziehen, wenn Anfragen kommen, und JBS bekommt neue Straßen und Schmutz- und Regenwasserkanäle, sodass die noch zur Nutzung zur Verfügung stehenden Gebäudeteile aufgrund der neuen Erschließung besser vermietet werden können.

„Neue Flächen sind dringend nötig, da die Nachfrage hoch und das Gewerbegebiet an der Celler Straße-Ost bereits voll ist“, informierte Goebel. Ein Vorteil sei auch die Lage, denn der hintere Bereich der alten Kaserne und die daran angrenzenden Flächen würden in ein Industriegebiet umgewandelt, sodass auch andere Emissionen zugelassen seien, als in der Nähe von Wohngebieten.

Der Verwaltung, die schon bald in die Vermarktung der Grundstücke einsteigt, schwebt vor, dass sich möglichst viele Firmenchefs ansiedeln, um eine Vielfalt von Handwerk oder Dienstleistungen auf dem neuen Gelände zu entwickeln, die „Arbeitsplätze in ganz unterschiedlichen Berufen schaffen wird“. Die Ansiedlung zum Beispiel eines Logistikunternehmens, das ein Großteil der Flächen als Alleinmieter nutzen würde, schloss Goebel hingegen aus.

1,5 Millionen Euro Förderung

Zunächst aber ist die Firma Eimer-Bau mit schwerem Gerät dort aktiv, um die Straßen zu bauen und Kanalrohre zu versenken „Das ist ja zum Glück vor der Haustür“, so Firmenchef Jörg Klose. Für diese umfangreichen Arbeiten muss die Stadt gar nicht so sehr tief in die Tasche greifen, denn es gibt eine Menge Fördergelder. „Das ganze Projekt wird mit rund 1,5 Millionen Euro von der N-Bank aus Hannover aus dem Topf zur Förderung hochwertiger wirtschaftlicher Infrastruktur bezuschusst“, erklärte Bauamtsleiter Gerd Köhnken.

Der stellte aber bei aller Euphorie auch klar, dass die anstehenden Arbeiten zunächst nur der erste Schritt für das Wachsen des Gewerbegebiets seien. „Als nächster Step steht der Bau einer Linksabbiegespur auf der parallel verlaufenden Bundesstraße an. Auch dazu müssen wieder einige Behördengespräche geführt werden.“

Wir wollen versuchen, dass Arbeit, Wohnen und Leben an einem Standort machbar ist

Joachim Behrens

Joachim Behrens will auf dem dann neuen Gewerbegelände das fortsetzen, was zwischen einigen ehemaligen Soldatenunterkünften schon an der Tagesordnung ist: „Wir wollen versuchen, dass Arbeit, Wohnen und Leben an einem Standort machbar ist. Das hat sich bei JBS schon richtig etabliert. Denn so wird auch der Visselhöveder Einzelhandel gestärkt und am Ende gibt es durch diese Synergien auch wieder mehr Einwohner. Und eine attraktive Stadt ist immer ein Grund für Firmenansiedlungen.“

Politisch habe es keine großen Diskussionen gegeben, die Gewerbepläne so umzusetzen. „Denn wir alle hoffen, dass mehr Arbeitsplätze in unserer Stadt geschaffen werden“, so der Bauausschussvorsitzende Dominik Oldenburg (SPD), der scherzhaft die Hoffnung äußerte, dass die Bagger keine historischen Tonkrüge ans Tageslicht befördern mögen, damit die Umsetzung schnell realisiert werde und nicht durch archäologische Grabungen unterbrochen würde.

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