Kreisübergreifende Arbeit / Nicht nur Gasbohrungen im Blick

Neuer Verein für Klimaschutz

Der Vorstand (v.l.): Wilfried Stegmann, Ursula Hillmann-Fachinger, Peter Förster, Joachim Jaksch und Carmen von Ohlen.

Dorfmark/Bleckwedel – In Dorfmark wurde zum Jahreswechsel der Verein „Klimaschutz Heidekreis“ gegründet. Das Ziel dieses neuen Vereins ist es, mit Veranstaltungen über Möglichkeiten für mehr Klimaschutz zu informieren. Es soll dabei schwerpunktmäßig um Themen wie die Minderung von umwelt- und klimaschädlichen Treibhausgasen und um Folgen der Nutzungen fossiler Energien gehen, so die Initiatoren.

„Viele Mitglieder unseres neuen Vereins engagieren sich gegen die Pläne des kanadischen Konzerns Vermilion Energy, der in Dorfmark, Oerbke, Kroge im Heidekreis und in Bleckwedel bei Visselhövede Erdgasbohrungen durchführen will“, erklärt der erste Vorsitzende Wilfried Stegmann, der im Visselhöveder Kompetenzzentrum Ökolandbau arbeitet.

Der Verein möchte erreichen, dass in der Region rund um Dorfmark und auch im Visselhöveder Bereich der Klimaschutz auf privater und kommunaler Ebene schneller vorankommt. Denn laut Mitteilung, sei der Schutz des Klimas von überregionaler Bedeutung und dürfe nicht an Kreisgrenzen halt machen. Aktivitäten, Forschungen und Erfindungen für mehr Klimaschutz sollen laut Mitteilung deshalb gefördert werden. Gleichzeitig müssten aber auch Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren wie Dürre, Erosion und Extremwetter entwickelt und getroffen werden.

Bei der Gründungsversammlung wurden Wilfried Stegmann aus Bad Fallingbostel, Ursula Hillmann-Fachinger aus Dorfmark und Peter Förster aus Bomlitz zu den Vorsitzenden gewählt. Die Wahl zum Schatzmeister fiel auf Joachim Jaksch, Carmen von Ohlen wurde Schriftführerin, beide kommen aus Dorfmark. Das Finanzamt Soltau hat die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt, deshalb sind Spenden und der Mitgliedsbeitrag steuerlich abzugsfähig.

„Wir möchten in unserer Region aber auch andere Klimaschutz-Themen und nicht nur das Problem der Erdgasförderung in die Öffentlichkeit tragen. Mit etwas Glück können mit dem Verein in der Energie- und Umweltpolitik überregionale Impulse gegeben werden“, heißt es in der Mitteilung.

Ursula Hillmann-Fachinger fordert als zweite Vorsitzende des Vereins einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Sie verlangt, dass in der Politik die Aufgaben im Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung endlich stärker wahrgenommen und gesetzlich verankert werden.

„Mit unseren Vereinsaktivitäten wollen wir dafür sorgen, dass deutlich mehr Bewegung in die Klimapolitik kommt. Der Klimawandel darf nicht länger geleugnet werden. Wir sollten unser Möglichstes tun, um auch kommenden Generationen eine lebenswerte und gesunde Umwelt zu erhalten“, so die Dorfmarkerin.

Mit neuen Mitgliedern, Spenden und Projektmitteln sollen die finanziellen Grundlagen für die Vereinsaktivitäten gelegt werden. Zudem hofft der Vorstand, dass durch Neu-Mitglieder auch zusätzliche Ideen und Engagement in die Vereinsarbeit eingebracht werden. Als eine der ersten größeren Veranstaltungen soll der Fernsehjournalist und Wissenschaftler Dr. Franz Alt eingeladen werden. Alt ist ein Befürworter der Solarenergie in Deutschland.  jw

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