Neuer Schwitscher Verein geht Dienstag an den Start / Fördergelder im Visier

„Dorfkultur“ vor Gründung

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Die Arbeitskreise Dorfchronik und Schwitscher Steine werden jetzt zu einem Verein „Dorfkultur Schwitschen zusammengefasst und hoffen auf viel Mitglieder.

Schwitschen - Von Jens Wieters. Es gibt die Sportler in Schwitschen, die Schützen, die Brauchtumspfleger der Grünröcke, die Feuerwehrleute und die Dorfjugend. Alle kümmern sich um verschiedene Dinge und auch ein bisschen um die Kultur – aber nicht so richtig. Das wird sich ändern, denn jetzt gründet sich der Verein „Dorfkultur Schwitschen“.

„Wir wollen in dem Verein die Aktivitäten bündeln, die von den anderen Gruppierungen nicht aufgegriffen werden“, begründet Ortsbürgermeisterin Annegret Pralle die Idee.

Sie und ihre rund ein Dutzend Köpfe zählende Vorbereitungsgruppe, die sich überwiegend aus den Arbeitskreisen Dorfchronik und der Ausstellung Spuren Schwitscher Steine zusammensetzt, hoffen natürlich, dass bei der Gründungsversammlung viele Schwitscher dabei sind. Die beginnt am kommenden Dienstag um 20 Uhr im Schwitscher Haus.

Interessierte brauchen aber nicht zu befürchten, dass sie gleich ein Amt übergestülpt bekommen: „Im Vorfeld haben sich schon vier Personen bereiterklärt, den Vorstand zu bilden, wenn sie gewählt werden“, informiert Pralle.

Neben der historischen Aufarbeitung der Heimatgeschichte in und um Schwitschen, wird sich der Verein auch um die Förderung und Pflege der Kunst und Kultur innerhalb des Ortes kümmern sowie Gegenstände und Ereignisse aus dem Dorfleben sammeln und aufbereiten, um sie später einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch die Denkmals- und Brauchtumpflege gehört zu den Aufgaben.

Das alles kostet Geld – viel Geld. „Diese Projekte, besonders der Druck der Chronik, sind sehr kostenintensiv“, erläutert Inge Brase. Klar, dass der Arbeitskreis diese Summen, die schnell vierstellig werden, nicht allein stemmen kann.

„Öffentliche Zuschüsse bekommen aber keine Privatpersonen, sondern nur Vereine. Somit wird durch eine entsprechende Gründung die Gewinnung von Finanzmitteln erheblich erleichtert“, berichtet Pralle.

Die bisher locker verbundenen Arbeitsgruppen wollen ihre Aktivitäten im Verein bündeln, der für Kontinuität sorgen und als Ansprechpartner für Institutionen, Firmen und Privatpersonen fungieren soll. „Wir möchten viel Unterstützung zur Förderung der Dorfkultur“, appelliert die Bürgermeisterin an ihre Mitbürger, sich am Dienstag auf den Weg ins Schwitscher Haus zu machen.

Chronik ist fast fertig

Acht Jahre lang einmal im Monat hat der zwölfköpfige Schwitscher Arbeitskreis zusammengesessen, um die Chronik des Dorfes auf den Weg zu bringen. Jetzt ist die meiste Arbeit erledigt und schon in den nächsten Wochen wird das Layout festgelegt und dann in Druck gegeben. „Wir wollen die Chronik möglichst im Sommer, spätestens im Herbst zum Verkauf anbieten“, sagt Ortsbürgermeisterin Annegret Pralle.

400 Exemplare des gebundenen Buches werden in Auftrag gegeben, in der Hoffnung, dass jeder Haushalt sich eins ins Regal stellt. „Aber natürlich auch Interessierte aus der gesamten Region“, so Pralle.

In den vergangenen Jahren hatte der Arbeitskreis, aufgeteilt nach Themenbereichen, intensiv in vielen Archiven recherchiert und rund 700 Fotos gesichtet, um die Geschichte des Dorfes lesenswert aufzuarbeiten. Dabei profitierten die Macher auch von einem Fundes von Datenmaterial, den Friedrich Brase bereits vor Jahren zusammengetragen hatte. Ein genauer Preis für die neue Chronik steht noch nicht fest.

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