Distriktversammlung 

Neuer Club ist in der Runde der Lions angekommen

Bürgermeister und Gründungspräsident Ralf Goebel (l.) mit Neu-Lion Petra Kroll und dem noch amtierenden Distrikt-Governor Dr. Johann Schreiner. - Foto: Leeske

Visselhövede - Von Henning Leeske. „We serve – wir dienen“ stand am Wochenende an der Vissel im Mittelpunkt, da sich die Lions aus dem gesamten Nordwesten Niedersachsens und aus Bremen im Tagungszentrum Luisenhof zur halbjährlichen Distriktversammlung trafen. Und das aus gutem Grund, denn seit ein paar Wochen gibt es auch in Visselhövede einen Lions Club.

Der neue Lions-Distriktgovernor ab 2017: Wolf Rieh.

Gründungspräsident Ralf Goebel hatte darum rund 100 Gleichgesinnte in die Heidestadt eingeladen. Anlässlich der Distriktversammlung mit Vertretern aus 57 Lions Clubs der Region wurden die Ziele und Motive der Clubgründung an der Vissel von Goebel und dem Distriktgovernor Dr. Johann Schreiner erläutert. „Wir haben schon einige Projekte in der Pipeline“, ließ Neu-Lion Goebel durchblicken, als er nach Vorhaben in der näheren Zukunft gefragt wurde. Dabei kann er auf die Unterstützung von schon 20 Gründungsmitgliedern zurückgreifen, wovon neun weibliche Lions sind.

Denn der Visselhöveder Lions Club ist durch seine geschlechtliche Mischung ein absolutes Novum im gesamten Lions-Distrikt von der Südheide bis an die Nordsee.

Schreiner wies darauf hin, dass sich alle Mitglieder aktiv in die Tätigkeit der Clubs einbringen würden, da die Lions „keine Vereinigung von Mitläufern“ sei. Für den norddeutschen Distrikt des gebürtigen Niederbayern Schreiner, der als Leiter der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz in Schneverdingen seine Wahlheimat gefunden hat, ergibt das die Anzahl von 1969 aktiven Lions.

Nach dem Unterschied zu anderen Wohltätigkeitsorganisationen gefragt, antwortete er prompt: „Lions sind lockerer!“ Dies zeige sich auch dadurch, dass von den Mitgliedern nur erwartet werde, an etwa 65 Prozent der Treffen teilzunehmen. Außerdem könne jeder Mann oder jede Frau Mitglied werden, der zwei Bürgen im Club habe und in einer geheimen Abstimmung aller Mitglieder aufgenommen werde.

Die regionale Verbundenheit der Clubs werde so durch die Mitglieder und deren Projekte manifestiert. Dabei verlören die Lions aber nicht den Blick über den Tellerrand, da sie sich auch in internationale Vorhaben einbrächten.

Denn der Dienst an der Allgemeinheit sei die wichtigste Devise für die Lions Clubs. Im Fokus stünde die Hilfe für diejenigen in der Gesellschaft, vor Ort und weltweit, die keine oder nicht genügend staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen könnten. Dies wird auch durch das Jahresmotto des Distriktgovernors Schreiner verdeutlicht, das „Freundschaft – ohne Grenzen“ heißt. So plane er bereits mit seinen Kabinettsmitgliedern einen zweiwöchigen deutsch-polnischen Jugendaustausch in 2017 zu organisieren. Schließlich seien die 1,4 Millionen Lions auf der Welt auch sehr gut international vernetzt.

Während der Distriktversammlung wurde neben vielen inhaltlichen Schwerpunkten auch der neue Distriktgovernor für die Periode 2017/18 gewählt. Daher blieb genug Zeit, den Staffelstab an den zukünftigen Governor Dr. Wolf Rieh aus Bremen zu übergeben.

Der lokale Lion und Bürgermeister Ralf Goebel erhielt bei der Versammlung viele Anregungen von anderen langgedienten Lions für die weitere Gründungsarbeit und sei somit „voller Elan weiter bei der Sache“, brachte es Goebel auf den Punkt.

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