„Noch keine heiße Spur“ / Drei vermutete Brandstiftungen in zehn Tagen

Neue Brandserie hält Feuerwehr und Polizei in Atem

In der Nacht zum Dienstag musste die Visselhöveder Feuerwehr einen brennenden Haufen Buschholz löschen. - Foto: Kurz

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Wir haben noch keine konkreten Hinweise auf mögliche Täter“, sagt Rotenburgs Polizeipressesprecher Heiner van der Werp. Aber auch in der Inspektion der Ordnungshüter in der Kreisstadt ist die neuerliche Brandserie in Visselhövede ein Thema.

„Die Ermittlungen laufen auch Hochtouren“, so van der Werp, der die Sorgen der Bürger verstehen kann, die im nördlichen Teil des Stadtgebiets wohnen: „Ich wäre auch ein wenig beunruhigt.“

Gleich drei Mal in den vergangenen zehn Tagen mussten die Visselhöveder Feuerwehren ausrücken, um kleinere und größere Brände zu löschen. Und alle auf einer Fläche von gut einem Quadratkilometer.

So brannte am 26. Juni kurz vor Mitternacht ein älterer Ford Fiesta an der Pappelstraße. Am vergangenen Sonntag standen Materialien, die zur Absperrung von Straßenbauarbeiten dienen, in Flammen. Und in der Nacht zum Dienstag dieser Woche brannten rund hundert Kubikmeter Buschholz in dem kleinen Wäldchen an der Wrietreith. Den Baumschnitt hatte eine Firma gerade erst in der vergangenen Woche dort aufgestapelt. In allen Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus, da eine Selbstentzündung vor allem des Buschholzes der doch eher feuchten Witterung wegen wohl nicht infrage kommt.

„Der Verdacht liegt nahe, dass die Brände in einem Zusammenhang stehen“, so van der Werp, dessen Kollegen sich in der Gegend und auch bei Personengruppen umgesehen hätten, aber „im Augenblick noch keine heiße Spur“ verfolgen würden.

Ob die neuerliche Serie auch mit den bisher noch nicht aufgeklärten Feuern im April und Mai zu tun hat, lässt van der Werp offen: „Das wissen wir schlicht noch nicht.“

Am 4. April brannte mitten in der Nacht ein großer Strohhaufen bei Nindorf, fünf Tage später wurden hundert Strohballen bei Riep-holm ein Opfer der Flammen und am 13. Mai brannten rund 2 500 Quadratmeter Waldboden bei Schwitschen – bisher ist auch in diesen Fällen die Ursache unbekannt, Brandstiftung wird angenommen.

Aufgrund noch fehlender konkreter Hinweise bittet Heiner van der Werp die Visselhöveder Bevölkerung um Mithilfe: „Bitte melden Sie uns jede noch so kleine verdächtige Beobachtung oder Personen, die sich merkwürdig verhalten, oder Fahrzeuge, die da nicht hingehören.“

Bereits vor zwei Jahren wurden ähnliche Brandstiftungen von den Behörden aufgeklärt. Auch damals brannten Strohballen und Altpapiercontainer. Als Täter wurde eine Gruppe Heranwachsender ermittelt.

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