Neue Wege in der Jugendarbeit

Im aktuellen Jugendtreff wird es im kommenden Jahr neue Pädagogen geben. Auch ein Umzug ist geplant.
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Im aktuellen Jugendtreff wird es im kommenden Jahr neue Pädagogen geben. Auch ein Umzug ist geplant.

Visselhövede – Die Jugendarbeit der Stadt Visselhövede wird auf völlig neue Beine gestellt. So werden ab Januar zwei Sozialarbeiter, die sich eine Vollzeitstelle teilen, sowie Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy die Jugendlichen dort aufsuchen, wo sie sich aktuell treffen, „um ihre Bedarfe zu ermitteln oder auch gemeinsame Projekte zu entwickeln“, wie Oddoy am Dienstagabend dem Jugendausschuss erläutert hat. Die zweite Säule beinhaltet eine zentrale Anlaufstelle, also eine Art Mini-Jugendzentrum, für das die Stadtverwaltung die ehemalige Gaststätte des Hallenbads ins Auge gefasst hat. „Allerdings müssen wir dort noch in Sachen Brandschutz tätig werden“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel.

„Die Änderungen sind einfach nötig, weil wir mit der bisherigen Arbeit nicht zufrieden sind“, betonte Gustav Stegmann vom Präventionsrat. Der Verein Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (Sofa) sei viel zu teuer für das, was die Mitarbeiter leisten würden und die veröffentlichten Besucherzahlen im aktuellen Jugendtreff an der Gaswerkstraße seien nicht nachvollziehbar, so Stegmann. „Darum muss die Jugendarbeit komplett umgekrempelt werden.“

Dem stimmt auch die CDU im Grundsatz zu, aber Michael Meyer wollte die Investitionen in Höhe von 90 000 Euro im ehemaligen Hallenbadrestaurant „auf das Jahr 2022“ verschieben, weil man nicht wisse, wie Corona die Jugendarbeit blockiere und zudem stünde der Jugendtreff ja noch zur Verfügung.

Sein Antrag wurde allerdings mit großer Mehrheit abgelehnt. „Ja, es kostet Geld, aber wenn wir jetzt nicht anfangen, geht wieder ein weiteres Jahr ins Land“, so Tam Ofori-Thomas (SPD). „Wir beginnen nun mit einer neuen Art der Jugendarbeit und da gehört auch eine andere Anlaufstelle dazu“, forderte das beratende Ausschussmitglied Gustav Stegmann. Auch Ulf Timmann (Grüne) will „lieber heute als morgen“ starten und für Irene Becker (WiV) „darf Corona kein Grund sein, diese wichtige Aufgabe zu verschieben“. Gisela Dettmer vom beratendenden Seniorenbeirat bezeichnete Meyers Antrag als „kontraproduktiv“: „Wenn ich A für eine neue Jugendarbeit sage, muss ich auch B für den neuen Treffpunkt sagen!“  jw

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