Rat beschließt Maßnahme

Neue Tempo-30-Zone in Hiddingen

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Vier Straßen in Hiddingen gelten laut Ratsbeschluss fortan als Tempo-30-Zone.

Hiddingen - Nun ist es beschlossen: In Hiddingen entsteht eine neue Tempo-30-Zone. Auf Wunsch des Ortsrates wurden im Rahmen der Verkehrsschau im Oktober 2017 mehrere Bereiche überprüft, ob sie sich als Tempo-30-Zone eignen. Laut einstimmigen Votum des Gremiums gilt demnächst für den Bereich Hiddinger Straße, Auf dem Horn, Am Wierngraben und im Heideweg die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde.

„In der Hiddinger Straße sind Bushaltestellen und unser Dorfhaus. Das ist der Hauptgrund erst einmal hier eine Tempo-30-Zone einzurichten“, sagte Ortsbürgermeister Holger Eimer in der Sitzung am Montag. Außerdem habe die Verkehrsschau ergeben, dass in der Brunnenstraße normalerweise aufgrund der Straßenführung nicht schneller als 30 gefahren werden könne. Die Straße Vossworth müsste zu diesem Zweck Fahrbahnmarkierungen erhalten, was aber nicht beschlossen wurde. Zuzüglich dem Stundenaufwand der Bauhofmitarbeiter kostet die beschlossene Maßnahme 1 098 Euro.

Im Zusammenhang mit der Geschwindigkeitsbegrenzung wies ein Bürger darauf hin, dass ein Ortschild in der östlichen Ortseinfahrt fehlen würde und man deswegen ganz legal durch den Ortsteil Battenbrock mit 100 Stundenkilometern rasen könnte. Der Rat nahm den Hinweis zu Protokoll.

Gesamtvolumen von 168.500 Euro

Außerdem beschloss er den Feldweg Nummer 85 beim Jürshof bei fünf Gegenstimmen nicht zu entwidmen. Ein Anwohner hatte Ortsbürgermeister Eimer mit dem Ansinnen der Entwidmung kontaktiert. Zwar werde der Weg nur noch geringfügig genutzt, aber nach einer Entwidmung wäre der Weg plötzlich Freiland. „Dann könnte die Stadt den Weg mit Bäumen bepflanzen als Ausgleichsfläche für Baugebiete“, sagte Eimer.

Der Moordamm wird in Verlängerung in Richtung Rosebruch weiter ausgebaut. Der desolate Zustand des Weges macht die Sanierung des Gemeindeverbindungsweges zwingend notwendig. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 168.500 Euro, wovon der Anliegeranteil in der Höhe von 50.500 Euro von der Jagdgenossenschaft übernommen wird. Die rund 1.000 Meter Wegstrecke werden der Stadt somit 118.000 Euro kosten, da laut Sitzungsvorlage vom Land Niedersachsen keine Förderprogramme für den ländlichen Wegebau zurzeit vorhanden seien. Allerdings wurden EU-Programme wie ZILE (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) nicht erörtert.

In den vergangenen Jahren sanierten die Hiddinger schon in zwei Abschnitten einen Großteil des Weges und Ortsbürgermeister Eimer erinnerte daran, wie lange es gedauert hätte, den zweiten Bauabschnitt anzuschieben. Denn im aktuellen Bereich liege auch eine sogenannte Grabenbrücke, die im Idealfall gleich mitsaniert werden solle. - lee

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