Bibliothek im Haus der Bildung ist wieder geöffnet

Neue Lektüre für Vielleser

Sigrid Indorf sitzt wieder am Tresen und ist bereit für die, die sich neuen Lesestoff leihen möchten – so wie Jutta Jahnke.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Schön, dass ihr wieder da seid!“, freut sich Susanne Bredehöft. Wie der Visselhövederin geht es in den zurückliegendenden Tagen einigen Viellesern, die froh sind, dass die Bibliothek im Haus der Bildung wieder ihre Türen geöffnet hat. Gerade in der Corona-Krise, wo oft viel Zeit zum Schmökern bleibt. „Es geht wieder los und das ist auch gut und schön so,“ findet Bibliothekarin Sigrid Indorf. Bereits um 14.30 Uhr am ersten Öffnungstag am Montag stehen Visselhöveder vor der Tür Schlange.

Natürlich gilt es, die Corona-Sicherheitsvorgaben einzuhalten. Das bedeutet, vor dem Betreten des Gebäudes Mundschutz anlegen, dann im Gäste-WC Hände waschen oder desinfizieren, Abstand halten und einzeln vor den Tresen treten. Da sitzt Indorf hinter einer Glasscheibe mit Durchreiche. Vor dem Tresen sind zusätzlich noch Tische aufgebaut, um Bücher, Tasche oder Korb ablegen zu können.

„Jetzt hat das Warten ein Ende“, freut sich Jutta Jahnke aus Hiddingen und nimmt gleich einen großen Schwung neuer Bücher mit. „Die schaffen Sie in den drei Wochen, sonst können Sie gerne verlängern“, versichert Sigrid Indorf, die sich mit Christine Schweiger bei der Ausgabe abwechselt.

Die Bibliothekarinnen hatten automatisch im Vorfeld alle Leihgaben bis Ende Juni verlängert. „Wohlweislich, wir wussten ja nicht, wann es wieder weitergeht. Und die Leser sollten nicht in Verzug kommen und Gebühren zahlen müssen.“

Nach der Rückgabe kommen die Bücher übrigens für drei Tage in Quarantäne, denn das Bücherei-Team will nunmal nicht jede Seite einzeln abwischen. Auflagen wie diese gibt der deutsche Bibliotheksverband vor und hat sie in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut aufgestellt. „Ansonsten können unsere Leser wie gewohnt für drei Wochen die Bücher ausleihen und gerne über Internet oder Smartphone verlängern.“

Susanne Bredehöft hat zwei Jungs im Alter von sieben und elf Jahren, die beide gerne lesen. So hat sie gleich am Montag neues Lesefutter besorgt. „In der zweiten Klasse wurde von der Klassenlehrerin Lektüre vorgegeben. Die hat mein Sohn schon durch und braucht nun Nachschub.“

Vor genau einem Jahr ging die Online-Bibliothek an den Start. Ein Segen für alle Leseratten, die auch ohne das Haus der Bildung Lesestoff ausleihen wollen. Benötigt wird ein E-Book-Reader (außer Kindle-Gerät)e, der überall im Handel erhältlich ist.

Die Nutzer melden sich in der Visselhöveder Bücherei an, erhalten eine Lesekartennummer und eine eigene Pin. Mit einem Jahresbeitrag in Höhe von zehn Euro können sie so täglich Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Videos abrufen. „Man wählt sich lediglich bei der NBIb24 oder direkt bei der Bücherei ein“, erklärt Indorf. Der Termin der Rückgabe werde festgelegt. Gelesen werden können ausgeliehene Bücher auf diese Weise innerhalb von 21 Tagen, Hörbücher sind 14 Tage freigeschaltet. „Der Vorteil: eine Leihgebühr wird nicht fällig, lediglich die Datei ist dann nach Ablauf nicht mehr verfügbar“, verdeutlicht Indorf.

Die Stadtbücherei Visselhövede ist montags bis freitags zwischen 14.30 Uhr und 18 Uhr sowie sonnabends inder Zeit von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet. Der einzige Wermutstropfen – das beliebte Bilderbuchkino, das wieder für Juni geplant war, fällt aufgrund der Corona-Krise aus. „Aber es kommen ja auch wieder andere Zeiten“, hofft Sigrid Indorf.

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