Neue Lautsprecheranlage in St. Johannis: Kirchenvorstand hofft auf Spender

8000 Euro fehlen noch

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Hoffen auf viele Spender (v.l:) Pastor Peter Thom, Kirchenvorstand Sigrun Bostelmann und Karin Stöckmann sowie die Diakone Claus Wahlers und Jörg Pahling.

Visselhövede - Damit Gottesdienste und musikalische Veranstaltungen in der Visselhöveder Kirche auch auf den hinteren oder seitlichen Plätzen gut zu verstehen sind, braucht es eine gute Lautsprecheranlage. Und genau dort beginnt das Problem in St.-Johannis: Die alte Anlage ist kaputt, für die Anschaffung der neuen fehlen noch rund 8000 Euro in der Kirchenkasse.

Aber der Visselhöveder Kirchenvorstand ist sehr kreativ, was das Sammeln von finanziellen Mitteln angeht. So wurde im Januar ein Konzept erarbeitet und der Slogan „Große Ohren für unsere Kirche“ wurde geboren. Es wurden Ohren-Kekse gebacken und verkauft und aktuell stehen die Ohrenschmaus-Konzerte an. Das erste gestaltet übrigens heute ab 18 Uhr der St.-Johannis-Kinderchor. So sind schon rund 6800 Euro zusammen gekommen, wie an den Ohrensymbolen am Kirchturm zu sehen ist. „Die neue Anlage soll Sprache verständlich zu den Hörern bringen. Das ist besonders für ältere Menschen wichtig. Eine ausgezeichnete Qualität erreicht man aber nur mit guter Technik. Und unser Favorit kostet knapp 15000 Euro“, erläutert Pastor Peter Thom und hofft auf weitere Spenden, denn bereits Ende September wird die Anlage eingebaut.

Die Gottesdienste sollen künftig mit noch mehr neuen und ansprechenden Liedern und frischen Rhythmen gestaltet werden. Die Veranstaltungen werden auch durch Musik oder Filme bereichert. „Und da immer weniger Menschen Orgel spielen können, sind wir auf Leute angewiesen, die die Gottesdienste mit E-Piano oder Keyboard die musikalisch gestalten. Dafür brauchen wir aber erstklassige und leicht zu bedienende Tontechnik, die das wirklich leisten kann“, erläutert der Pastor.

Und solche Anlagen seien richtig teuer. „Wir wollen keine Luxusversion, aber die billigste Lösung reicht nicht aus, schließlich ist die Kirche kein Wohnzimmer“, so Sigrun Bostelmann vom Kirchenvorstand.

Was die Sprachverständlichkeit angehe, sei die Kirche ein ungünstiger Raum. Es müsse ein gewisser Aufwand betrieben werden, damit eine echte Verbesserung erreicht werde.

„Es werden zehn Lautsprecher benötigt, damit an jedem Platz in der Kirche verstanden wird, was vorn am Altar oder am Lesepult gesagt wird“, so Pastor Thom.

Alle Lautsprecher werden von vier Verstärkern geregelt. Ein zentrales Mischpult wird digital alle Prozesse steuern. Außerdem soll die Anlage auch bedienerfreundlich sein.

jw

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