CDU und WiV lenken ein

Neue Kita im Visselhöveder Schützenholz

Das Schützenholz-Areal mit der Schützenhalle.
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Die Stadt kauft das Schützenholz-Areal und baut dort einen Kindergarten.

Visselhövede – Dem Bau eines neuen Kindergartens im Visselhöveder Schützenholz an der Bahnhofstraße steht nichts mehr im Wege. Die Kritiker dieses von der Stadtverwaltung favorisierten Vorhabens haben nach einer turbulenten Woche eingelenkt. So haben CDU und WiV während der Sitzung des Stadtrats am Dienstagabend bis auf zwei Enthaltungen den Daumen für die Pläne gehoben.

Der Sitzung vorangegangen war eine nichtöffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA), bei der der Bürgermeister Ralf Goebel offenbar die weiteren Informationen preisgegeben hatte, die von der CDU während der Bauausschusssitzung am vergangenen Donnerstag gefordert worden waren. Dabei ging es vor allem um eine Einschätzung, wie viel Lärm von einem Kindergarten an den beiden infrage kommenden Möglichkeiten – Visselhöveder Schützenholz oder am Schwitscher Sportplatz – ausgeht.

Fördergelder für den Neubau

„Für beide Standorte sind die Emissionen kein Ausschlusskriterium“, klärte Goebel während der Ratssitzung auf. Er informierte auch darüber, dass ein Eigentümer den Preis für das Grundstück reduziert habe. Dem Vernehmen nach wird das etwa 8 700 Quadratmeter große Schützenholz, auf dem jetzt noch die marode Schützenhalle steht, mit rund 100 000 Euro gehandelt, während für das Schwitscher Grundstück ehemals 122 000 Euro aufgerufen wurden.

„Wir dürfen bei der Standortwahl auch nicht viel Zeit verlieren, weil wir für den Bau Fördergelder einwerben wollen, die an bestimmte Fristen gebunden sind“, appellierte Goebel während der Ratssitzung.

Mit Erfolg, denn CDU-Fraktionschef Willi Bargfrede betonte, dass er nun für das Schützenholz stimmen werde. „Dennoch war es richtig, über den Standort Schwitschen nachzudenken. Schließlich müssen sich die Dörfer weiterentwickeln.“ Allerdings müsse dieses Ziel „nicht um jeden Preis“ verfolgt werden. „Und in der VA-Sitzung wurden uns die fehlenden Infos vorgetragen, sodass die CDU den Standort Schwitschen nicht weiter verfolgt“, so der Wittorfer.

Auch WiV-Vorsitzender Eckhard Langanke, der das Vorhaben im Schützenholz bisher eher skeptisch betrachtet hatte, schwenkte um: „Uns fehlten noch einige Daten, die wir jetzt haben. Darum auch von uns jetzt grünes Licht für die Schützenhalle“.

Dominik Oldenburg (SPD) unterstrich, dass „das Schützenholz ein idealer Standort“ für einen Kindergarten sei und begrüßte es, dass „die CDU jetzt mitgeht, sodass wir keine Zeit mehr verlieren“.

Robert Rabe (SPD) betrachtet die Entscheidung von WiV und CDU als einen „guten Baustein“ für die Weiterentwicklung der städtischen Kinderbetreuung. Es müsse natürlich darauf geachtet werden, dass jeder Teil der Stadt für die Zukunft gerüstet sei. aber „aktuell müssen wir das Schützenholz in den Vordergrund stellen“.

Stadt kauft Grundstück

Nach dieser schwer erkämpften Einigkeit im Rat bei der Standortfrage war der eigentliche Kauf des Schützenholzes dann aber nur noch Formsache. Allerdings muss die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Und das recht zügig, denn bereits am 22. Februar hatte die Schützenkompanie Visselhövede als Eigentümer das Schützenholz mitsamt Halle und dem kleinen Wald an einen örtlichen Investor verkauft.

Die Stadt verfügt aber über ein grundbuchrechtlich verbrieftes Vorkaufsrecht am Schützenhallengrundstück. Laut Mitteilung des beauftragten Notars kann die Stadt innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Bekanntwerden des Grundstücksverkaufs ihr Vorkaufsrecht in Anspruch nehmen. Das muss der Bürgermeister also jetzt schnell erledigen.

Wir haben jetzt eine Perspektive, was wir mit dem Grundstück in einer attraktiven Lage anfangen.

Dagmar Kühnast (SPD)

Darüber ist SPD-Fraktionschefin Dagmar Kühnast sehr froh: „Wir haben jetzt eine Perspektive, was wir mit dem Grundstück in einer attraktiven Lage anfangen werden.“

Heiner Gerken (Grüne) forderte, dass die Stadtverwaltung bei solchen Grundstücksangeboten „mehr Mut“ beweisen sollte, denn noch vor einigen Jahren hätte „man das Schützenholz etwa 35 000 Euro günstiger bekommen“. Manchmal lohne es sich, auch „mal um die Ecke zu gucken“.

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